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Buchneuerscheinungen im November 2017

Mit dem Blogpost über die Buchneuerscheinungen im November 2017 gehen wir tatsächlich bereits in die vorletzte Runde für dieses Jahr – und hier stapeln sich noch die Bücher aus den letzten Monaten. Nichtsdestotrotz lohnt es sich auch diesmal wieder, den Blick nach vorne zu richten auf die Neuerscheinungen, die kommen.

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1. Rowan Coleman – Beim Leben meiner Mutter

Die Idee, in der Vergangenheit einer verstorbenen Person ein Geheimnis zu ergründen, ist keine neue – und doch spricht mich dieser Roman an, vor allem aufgrund der kleinen Leseprobe des Verlags.

„Als Marissa stirbt, beschließen ihre beiden Töchter Luna und Pia nach Brooklyn, Marissas Geburtsort, zu reisen. Hier wollen sie mehr über das dunkle Geheimnis erfahren, das ihre Mutter jahrelang gehütet und sie schließlich zugrunde gerichtet hat. Doch die beiden Schwestern stoßen nur auf noch mehr Fragen, statt auf Antworten. Bis Luna eines Tages eine rätselhafte – ja, magische – Erfahrung macht: Sie begegnet ihrer Mutter als junge Frau, im Sommer 1977.
Erst glaubt Luna, verrückt geworden zu sein. Doch dann wird ihr klar: Wenn sie tatsächlich die Fähigkeit besitzt, durch die Zeit zu reisen, dann kann sie auch die Vergangenheit ändern. Doch ist es möglich, das Leben ihrer Mutter zu retten, ohne ihr eigenes zu opfern?” (Quelle)

Beim Leben meiner Mutter / Rowan Coleman / Übersetzerin: Marieke Heimburger / PIPER / 02.11.2017 / 416 Seiten / ISBN: 978-3-492-06079-0 / Preis: 16,00 Euro / Buch jetzt online bestellen* / 

2. Joachim Meyerhoff – Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Vom Ende der Einsamkeit, Die Einsamkeit der Primzahlen, Die Zweisamkeit der Einzelgänger … Achtung, Verwechslungsgefahr! Der Inhalt hingegen klingt ziemlich einzigartig (haha), aber lest selbst:

„Eine blitzgescheite Studentin, eine zu Exzessen neigende Tänzerin und eine füllige Bäckersfrau stürzen den Erzähler in schwere Turbulenzen. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse ist physisch und logistisch kaum zu meistern, doch trotz aller moralischer Skrupel geht es ihm so gut wie lange nicht.
Am Anfang stand eine Kindheit auf dem Anstaltsgelände einer riesigen Psychiatrie mit speziellen Freundschaften zu einigen Insassen und der großen Frage, wer eigentlich die Normalen sind. Danach verschlug es den Helden für ein Austauschjahr nach Laramie in Wyoming. Fremd und bizarr brach die Welt in den Rocky Mountains über ihn herein. Kaum zurück bekam er einen Platz auf der hochangesehenen, aber völlig verstörenden Otto-Falckenberg-Schule, und nur die Großeltern, bei denen er Unterschlupf gefunden hatte, konnten ihn durch allerlei Getränke und ihren großbürgerlichen Lebensstil vor größerem Unglück bewahren.
Nun ist der fragile und stabil erfolglose Jungschauspieler in der Provinz gelandet und begegnet dort Hanna, einer ehrgeizigen und überintelligenten Studentin. Es ist die erste große Liebe seines Lebens. Wenige Wochen später tritt Franka in Erscheinung, eine Tänzerin mit unwiderstehlichem Hang, die Nächte durchzufeiern und sich massieren zu lassen. Das kann er wie kein Zweiter, da es der eigentliche Schwerpunkt der Schauspielschule war. Und dann ist da auch noch Ilse, eine Bäckersfrau, in deren Backstube er sich so glücklich fühlt wie sonst nirgends. Die Frage ist: Kann das gut gehen? Die Antwort ist: nein.” (Quelle)

Die Zweisamkeit der Einzelgänger / Joachim Meyerhoff / KiWi / 09.11.2017 / 416 Seiten / ISBN: 978-3-462-04944-2 / Preis: 24,00 Euro / Buch jetzt online bestellen*

3. Jan Seghers – Menschenfischer

An dieser Stelle könnte auch Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken* von John Green stehen, aber ich bin mir sicher, dass dieser Roman bei ganz vielen anderen Kollegen in den Neuerscheinungs-Posts auftauchen wird, deswegen besinne ich mich an einen „guten Freund” aus der Vergangenheit, nämlich Jan Seghers. Seine Krimis lese ich schon von Beginn an, seitdem der erste Band der Reihe rund um Kommissar Marthaler erschienen ist, habe ihn aber zu irgendeinem Zeitpunkt aus den Augen verloren. Sein neuester Band ist ein guter Zeitpunkt, um mal wieder einen mit Sicherheit gelungenen Krimi von ihm zu lesen.

„1998: Man hatte dem Jungen die Kehle durchgeschnitten, ein Stück Fleisch aus dem Oberschenkel entnommen, die Hoden abgetrennt. Spielende Kinder entdecken die Leiche. Der Mord an Tobias Brüning löst eine der größten Polizeiaktionen der Nachkriegsgeschichte aus. Obwohl es ein Phantombild gibt, wird der Täter nie gefasst.
2013: Kommissar Marthaler erreicht aus der französische Kleinstadt Marseillan der Hilferuf seines alten Kollegen Rudi Ferres. Angeblich sind neue Spuren im Fall Brüning aufgetaucht. Marthaler fährt ans Mittelmeer, um Akten und Fall zu übernehmen. Schon bald gibt es einen neuen Hinweis. Und endlich auch einen Namen. Die Spur führt in ein finsteres Tal am Rhein, nicht weit von der Loreley. Dort sind gerade zwei Roma-Jungen spurlos verschwunden. Kommissarin Kizzy Winterstein, selbst eine Romni, befürchtet das Schlimmste. Und tatsächlich findet man die beiden Kinder tot. Erst wenig glücklich über die Ermittlungen des Frankfurter Kollegen auf ihrem Gebiet, begreifen Marthaler und Winterstein bald, dass sie am selben Fall arbeiten. Und es mit einer Bande brutaler Menschenhändler zu tun haben.” (Quelle)

Menschenfischer/ Jan Seghers / rowohlt / 07.11.2017 / 480 Seiten / ISBN: 978-3-644-31581-5 / Preis: 19,95 Euro / Buch jetzt online bestellen*

Eure Meinung?

Welches der drei vorgestellten Bücher ist euer Favorit? Oder freut ihr euch vielleicht auf ein ganz anderes, das im November erscheint? Lasst es mich gerne wissen!

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6 Comments
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6 Comments

  • Kati

    Beim Leben meiner Mutter und Menschenfischer sprechen mich sehr an. Letzteres, weil ich es liebe Thriller zu lesen. In kranke Psychen einzutauchen und zu lesen was Menschen alles antreibt so grausam zu sein finde ich sehr spannend.
    Das erstere ist vielleicht nicht neu, aber doch sehr eigen in seiner Aufmachung. Fantasie, Zauberei und menschliche Schicksale die besiegelt bzw. ungeschehen gemacht werden sollen. Das klingt nach einem traumhaften Leseerlebnis.

    Wie wirst du eigentlich immer auf die ganzen Neuerscheinungen aufmerksam? 🙂

    • schonhalbelf

      Hallo Kati!
      Hast du schonmal etwas von Jan Seghers gelesen? Ich mag seinen Stil wirklich gerne. Bei ihm würde ich dir auch empfehlen, die Marthaler-Reihe von Beginn an zu lesen („Menschenfischer” ist Teil 6), weil das Verhalten von Marthaler doch sehr durch seine Beziehung und seine Vergangenheit geprägt ist – ich kann mir vorstellen, dass man einiges nicht so gut nachvollziehen kann, wenn man bei Teil 6 einsteigt.
      Zu deiner Frage: Das ist ganz unterschiedlich. Es ist immer ein Mix aus:
      – Verlagsvorschauen (bekomme ich zugeschickt oder du kannst sie auch auf jeder Verlagswebsite herunterladen)
      – Mails/Post von Verlagen, in denen gezielt einzelne Neuerscheinungen vorgestellt werden
      – Bei einigen Verlagen gehe ich einfach so auf die Website und suche gezielt nach Neuerscheinungen des nächsten Monats
      Meistens mache ich es so, dass ich die Vorschauen (erscheinen 2x Jahr) komplett durchgehe, meine Favoriten markiere und sie dann schon nach Monaten ordne. Wenn ich den Artikel über die Neuerscheinungen schreibe, suche ich „nur” noch meine drei Favoriten heraus. Das mache ich übrigens immer nach Gefühl, also wirklich ganz subjektiv, welche drei mich persönlich am allermeisten ansprechen.
      Viele Grüße!

  • Leselaunen

    Danke für die Tipps. Bin immer wieder froh drum!

    Neri, Leselaunen

    • schonhalbelf

      Immer wieder gerne.

  • Juliana

    Auf den neuen Meyerhoff warte ich auch schon sehr gespannt! Vielleicht sollte ich die Gelegenheit aber zunächst nutzen und vorher noch „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke lesen“, das habe ich mir vor über einem Jahr gekauft und seitdem bin ich über die erste paar Seiten nicht hinausgekommen, das muss ich mal in Angriff nehmen.

    Viele Grüße
    Juliana

  • Saskia

    Die Zweisamkeit der Einzelgänger klingt nach einer einzigartigen Geschichte. Das Buch werde ich mal in die Hand nehmen um ein bisschen reinzulesen. Das könnte mich bestimmt gut unterhalten!
    Liebe Grüße

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  • Mal ehrlich: Ab und zu darf‘s auch mal was Seichtes sein. Unrealistisch? Klar. Kitschig? Auf jeden Fall. Aber eben auch einfach wahnsinnig entspannend. Der @piperverlag hat mich mit einem für mich neuen Roman von Nicolas Barreau überrascht, der genau richtig für verregnete stürmische Februartage war (gab es diesen Monat eigentlich einen Tag, an dem KATWARN keine Sturmflutmeldung für Hamburg herausgegeben hat?!). Alle Details zum Roman findet ihr auf meinem Blog. 🥐🥖💌 #schonhalbelf #nicolasbarreau #dieliebesbriefevonmontmartre (Unbeauftragte Werbung)
  • „Mit Schaf oder ohne?“ 🤪 Nina Sahm erzählt in „Tage mit Bumerang“ mit viel Bedacht Annus Geschichte, die durch eine unüberlegte Handlung ihren einzigen echten Freund verliert. Mit Humor, Optimismus und eben einer großen Portion Schaf beschreibt die Autorin, wie die Protagonistin schließlich Schritt für Schritt in ein neues Leben findet und den Weg aus der Krise meistert. Mehr dazu gibt’s wie immer auf dem Blog. #dietagemitbumerang #ninasahm #hanserverlag (Unbeauftragte Werbung)
  • GEOkompakt ist eine Zeitschrift, die ich bisher gar nicht im Blick hatte, bis @alexfluegel auf einen sehr interessanten Artikel („Warum es Eltern heute so schwer haben“) hingewiesen hat. Gesehen, besorgt und bisher nicht enttäuscht worden. Die Ausgabe ist übrigens bei Weitem nicht nur für Eltern interessant, sondern berichtet ganz losgelöst davon über neue psychologische Erkenntnisse in puncto familiäre Beziehungen und Dynamiken. (Unbeauftragte Werbung)
  • Es ist der Abend im Januar 2015, der alles verändert: Jener Samstagabend, an dem Chanel Miller ihre Schwester auf eine Verbindungsparty begleitet, die auf dem Campus der Stanford University stattfindet. Nachdem sie im Laufe der Party die Örtlichkeit verlassen hat, wird sie bewusstlos von Brock Turner, einem Studenten der Universität, vergewaltigt. Zwei zufällig vorbeikommende schwedische Männer werden Zeugen der Tat und halten Turner davon ab, zu fliehen. Doch das Schlimmste ist bereits geschehen. Mehr über Millers Geschichte findet ihr jetzt auf dem Blog. #ichhabeeinennamen #chanelmiller #chanelmillerknowmyname (Unbeauftragte Werbung)
  • In den letzten Monaten ist meine Zeit sehr knapp geworden - ich möchte mich bei allen bedanken, die mir trotzdem die Treue halten! Es kommen auch wieder andere Zeiten und ich lese nach wie vor unglaublich gerne (wenn auch weniger). Momentan übrigens „Ich habe einen Namen“ von Chanel Miller; ein Buch, durch das man nicht mal eben rauscht, sondern dessen Sätze sacken können müssen. Bis ich es beendet habe, findet ihr aktuell meinen Blogpost „Housesitter“ von Andreas Winkelmann an oberster Stelle. #schonhalbelf #ichhabeeinennamen #housesitter
  • Im Juli 2011 erschüttern die Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya Menschen weltweit. Sella fühlt sich in besonderem Maß betroffen, da die Tochter ihrer Nachbarn zu den Todesopfern gehört. Meine Gedanken zu diesem Roman findet ihr jetzt auf dem Blog. #schonhalbelf #vatermutterkim #eivindhofstadevjemo #luftschachtverlag (Unbeauftragte/unbezahlte Werbung)

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