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Buchneuerscheinungen im Oktober 2017

Ich sage es euch, mich für meine Top drei unter den Buchneuerscheinungen im Oktober 2017 zu entscheiden, war so schwierig wie in keinem anderen Monat in diesem Jahr, wenn ich mich richtig erinnere. Aber die Wahl ist gefallen und es heißt ja nicht, dass ich meine „Verlierer” nicht dennoch lesen und hier vorstellen werde.

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1. Elena Stancanelli – Die nackte Frau

Die Autorin Elena Stancanelli sagte mir bislang nichts, die Inhaltsangabe ihres Romans Die nackte Frau spricht mich aber sehr an.

„Anna ist schön, intelligent, hat eine interessante Arbeit. Aber als ihre Beziehung zu Davide in einem Sumpf aus Lug, Betrug und Vorwürfen versinkt, zählt das offenbar alles nichts mehr. Anna isst nicht, raucht wie ein Schlot und betrinkt sich jeden Abend, um einschlafen zu können. Zwanghaft spioniert sie Davide über sein Handy aus, über Chats und Social Media und weiß dabei weder was sie sucht, noch warum sie das tut. Ein Jahr lang bleibt sie die Gefangene dessen, was sie selbst hellsichtig das »Reich der Idiotie« nennt. Dann, endlich, der Befreiungsschlag. In einem Brief an ihre beste Freundin gesteht sie alles, schamlos, rücksichtslos, die demütigendsten und lächerlichsten Einzelheiten, die ganze Morbidität der Obsession. So ist sie nun mal die Liebe: Manchmal gewinnt man, meistens verliert man …“ (Quelle)

Die nackte Frau / Elena Stancanelli / Übersetzerin: Karin Diemerling / Piper / 01.10.2017 / 224 Seiten / ISBN: 978-3-8270-1347-7 / Preis: 18,00 Euro / Buch online bestellen*

2. Lindsey Lee Johnsonl – Der gefährlichste Ort der Welt

Der gefährlichste Ort der Welt mag zwar an zweiter Stelle stehen, ist aber definitiv die Neuerscheinung, auf die ich mich im Oktober am meisten freue.

„Als Tristan Bloch eines Morgens auf sein Fahrrad steigt und losradelt, auf die Golden Gate Bridge zu, den heißen, schweißnassen Kopf gesenkt, da ahnen wir schon, dass ihn der Verrat seiner Angebeteten, Calista, vernichtet hat. Sein Liebesbrief wurde auf Facebook gepostet, und das war ihre Schuld.
Fünf Jahre später: Kurz nach dem dramatischen Ende einer Abschlussparty betrachtet Calista, Tristans erste und letzte große Liebe, in dem Versuch, die Ereignisse zu begreifen, ein altes Klassenfoto – Tristan, lachend, in seinen unmöglichen grellgelben Trainingshosen, der sanfte Dave Chu, der durchtriebene Ryan Harbinger, Baseball-Captain und Schwarm aller Mädchen, Abigail Cress, damals noch Calistas beste Freundin, die später mit einem Lehrer anbandelte, und all die anderen, die mit dem Leben und der Liebe gespielt hatten. Ihre fröhlichen Gesichter täuschen. »Sie taten, was sie konnten, um zu überleben.«
Für einen von ihnen war Mill Valley, das verträumte reiche Städtchen über der Bucht von San Francisco, ein vermeintliches Paradies, zur Hölle geworden. Und sie, die zurückblieben, waren vom Leben gezeichnet, noch bevor es richtig begonnen hatte. Lindsey Lee Johnson leuchtet »den gefährlichsten Ort der Welt« aus den verschiedenen Perspektiven ihrer Figuren aus und entlarvt den amerikanischen Traum als die Illusion einer Gesellschaft, die ihrer inneren Leere zu entkommen sucht.“ (Quelle)

Der gefährlichste Ort der Welt / Lindsey Lee Johnsonl / Übersetzerin: Kathrin Razum / dtv / 19.10.2017 / 304 Seiten / ISBN: 978-3-423-28133-1 / Preis: 21,00 Euro / Buch online bestellen*

3. Edward St Aubyn – Dunbar und seine Töchter

Edward St Aubyn setzt sich in Dunbar und seine Töchter mit der Frage auseinander, was im Leben wichtig ist, was man „später” bereut und wie es überhaupt ist, wenn das „später” zum „jetzt” geworden ist.

„Sein ganzes Leben lang hat Henry Dunbar auf nichts und niemand Rücksicht genommen, besessen von der Vision, seinen kleinen Zeitungsverlag zu einem Medienkonzern auszubauen. Auf dem Zenit seiner Macht hat nur noch einen einzigen, aber mächtigen Feind: das Alter. Dunbar weiß, er muss sein Reich in die Hände seiner Töchter legen. Nur zwei der Kinder hält er für geeignet. Doch das Leben erteilt ihm eine bittere Lektion.
In seinem neuen Roman, inspiriert von Shakespeares König Lear, seziert Edward St Aubyn gekonnt innerfamiliäre Beziehungen. Dunbar und seine Töchter ist ein brillantes Lehrstück über Egoismus, Starrsinn und die Erkenntnis, wie leicht am Ende des Lebens alles Erreichte aus den Händen gleiten kann.“ (Quelle)

Dunbar und seine Töchter / Edward St Aubyn / Übersetzer: Nikolaus Hansen / Knaus / 30.10.2017 / 256 Seiten / ISBN: 978-3-8135-0698-37 / Preis: 20,00 Euro / Buch online bestellen*

Eure Meinung?

Welches der drei vorgestellten Bücher ist euer Favorit? Oder freut ihr euch vielleicht auf ein ganz anderes, das im Oktober erscheint? Lasst es mich gerne wissen!

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7 Comments
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7 Comments

  • Nela | Livricieux

    Guten Morgen Inga!
    Der gefährlichste Ort der Welt lese ich gerade und es ist so so gut! Du darfst dich also wirklich darauf freuen 🙂
    Herzlich, Nela

    • schonhalbelf

      Das klingt sehr gut. 🙂

  • Liesa

    Ich kannte keines der Bücher vor deiner Vorstellung, aber nun sind sie alle auf meine Wunschliste gewandert. Vor allem „Dunbar und seine Töchter“ klingt spannend, auch wenn meine Shakespeare-Kenntnisse sich echt aufs Minimum beschränken. Danke für diesen interessanten Einblick!
    Liebste Grüße
    Liesa

    • schonhalbelf

      Hallo Lisa,
      das freut mich! Ich bin auch schon sehr gespannt auf alle drei Kandidaten. 😉
      Liebe Grüße
      Inga

  • Neri

    „Der gefährlichste Ort der Welt“ möchte ich auch lesen. Die Handlung ist wahnsinnig ansprechend und mir wird es fast täglich empfohlen.

    Neri, Leselaunen

    • schonhalbelf

      Hallo Neri,
      ja, ich bin auch schon wirklich gespannt und freue mich darauf, es zu lesen.

  • Saskia

    Ich habe „Der gefährlichste Ort“ der Welt auch schon auf meine Liste gepackt. Es klingt einfach wahnsinnig spannend.
    Liebe Grüße
    Saskia

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  • Ich möchte heute den Spieß umdrehen: suche Buchtipps! Und zwar für die Allerkleinsten. 👶🏼 Könnt ihr mir schöne erste Bücher zum Vorlesen empfehlen? In diesem Bereich kenne ich mich nämlich noch absolut nicht aus und würde mich über erprobte Tipps freuen. #buchtipps #buchtippfürkinder #erstebücher
  • In den letzten Monaten ist meine Zeit sehr knapp geworden - ich möchte mich bei allen bedanken, die mir trotzdem die Treue halten! Es kommen auch wieder andere Zeiten und ich lese nach wie vor unglaublich gerne (wenn auch weniger). Momentan übrigens „Ich habe einen Namen“ von Chanel Miller; ein Buch, durch das man nicht mal eben rauscht, sondern dessen Sätze sacken können müssen. Bis ich es beendet habe, findet ihr aktuell meinen Blogpost „Housesitter“ von Andreas Winkelmann an oberster Stelle. #schonhalbelf #ichhabeeinennamen #housesitter
  • Im Juli 2011 erschüttern die Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya Menschen weltweit. Sella fühlt sich in besonderem Maß betroffen, da die Tochter ihrer Nachbarn zu den Todesopfern gehört. Meine Gedanken zu diesem Roman findet ihr jetzt auf dem Blog. #schonhalbelf #vatermutterkim #eivindhofstadevjemo #luftschachtverlag (Unbeauftragte/unbezahlte Werbung)
  • „Manche Frauen betreten den Kreißsaal im Jahr 2019 und kommen im Jahr 1950 wieder raus.“ - ein Zitat, das nicht aus diesem Roman stammt, den Ausgangspunkt für die Geschichte jedoch ziemlich gut trifft. Alle Details zu „Jesolo“ von Tanja Raich findet ihr auf dem Blog. #schonhalbelf #Jesolo #tanjaraich
  • Wohnen ist meinen Augen eines DER Themen (nicht nur)  meiner Generation. Traurigerweise stellt sich für die meisten gar nicht mehr die Frage, wie sie wohnen möchten, sondern viel mehr, wie und wo sie überhaupt noch wohnen können. Dieser Thematik widmet sich auch Svenja Gräfen in ihrem zweiten Roman „Freiraum“. Ich freue mich, wenn ihr den Blogpost dazu lest! #freiraum #svenjagräfen #ullstein #ullsteinfünf (Unbeauftragte Werbung)

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