Spannung

Nele Neuhaus – Im Wald

„Im Wald” war für mich eine Premiere – Nele Neuhaus‘ Reihe rund um das Ermittlerduo von Bodenstein und Sander habe ich bislang tatsächlich (glaube ich) nur im Fernsehen gesehen. Es kann sein, dass ich den ersten und/oder zweiten Band ganz zu Beginn gelesen habe, erinnere mich daran aber nicht mehr richtig. Die Verfilmungen mochte ich immer sehr gerne; von den letzten Bänden in Schriftform habe ich jedoch nicht übermäßig viel Gutes gehört. Diesmal wollte ich mir meine eigene Meinung bilden.

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Im Wald” kurz zusammengefasst

K11 Ermittler Oliver von Bodenstein wird eines Nachts zu einem brennenden Wohnwagen gerufen, in dem ein Mann durch die Flammen ums Leben gekommen ist. Schnell wird klar, dass es sich nicht um einen tragischen Einzelfall handelt, sondern dass ein Serienmörder in Ruppertshain im Taunus seiner Mordlust fröhnt – oder gibt es doch eine tiefere Verbindung zwischen den Morden?

Stück für Stück entwickelt sich der Fall, der für von Bodenstein übrigens der letzte vor einer Auszeit ist, zu einer schmerzhaften Reise in seine Kindheit. An einem Sommertag verschwand nicht nur sein damaliger bester Freund Arthur ohne jede Spur, sondern auch von Bodensteins zahmer Fuchs Maxi. Beide wurden nie gefunden.

Je weiter die Entwicklungen fortschreiten, desto mehr verweben sich Gegenwart und Vergangenheit miteinander, bis von Bodenstein und Sander schließlich den wahren Grund hinter den Serienmorden aufdecken und zugleich das Rätsel der Vergangenheit lösen, welches von Bodenstein nie losgelassen hat.

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Wie war’s?

Völlig egal, wie die Vorgänger von „Im Wald” waren bzw. sind; ich habe einen rundum gelungenen Krimi gelesen. Der Dezember war bei mir sehr arbeitsintensiv, weshalb ich ziemlich lange für das Buch gebraucht habe, dies ist aber wirklich nur dem Zeitmangel geschuldet – ich hatte bei nicht vielen Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe, so sehr den Drang, mir Lesezeit freizuschaufeln und wieder in die Geschichte einzusteigen.

Ich mochte die Charaktere, die Stimmung und den Spannungsbogen, den Nele Neuhaus wirklich bis zu den letzten der vielen Seiten aufrecht erhalten hat. Bei Goodreads habe ich gesehen, dass viele Leser die zahlreichen Personen, die innerhalb des Buchs eine Rolle spielen, unübersichtlich und verwirrend finden. Dem kann ich mich nur teilweise anschließen – ja, es kommen außerordentlich viele Personen vor, aber Probleme, sie zuzuordnen, hatte ich nicht. Zur Sicherheit gibt es außerdem eine Liste mit allen Personen, die innerhalb des Buchs eine relevante Rolle spielen, in der man im Zweifelsfall nachsehen kann. Aber das ist wohl einfach eine subjektive Angelegenheit. Insgesamt fand ich den Krimi viel mehr äußerst abwechslungsreich und vielschichtig, statt verwirrend oder überladen.

Ich habe den Krimi mit einem durchweg positiven Gefühl beendet bzw. nein, eher mit einem negativen, weil ich nicht sofort mit Band 9 weiter machen konnte. Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung für „Im Wald”.

Eure Meinung interessiert mich wie immer sehr! Habt ihr „Im Wald” schon gelesen? Wie hat es euch gefallen? Oder auch: Wie findet ihr die Reihe insgesamt?

Eine kurze Passage aus dem Buch

Und wo seid ihr?”
„Wir sind im Wald”, erwiderte er. „Dort, wo alles angefangen hat.”
Er zog den Stöpsel aus dem Ohr. Sein Blick wanderte über die dunklen Wälder ringsum. Mit einem Seufzer ließ er sich nach hinten sinken und starrte in den Himmel. Er atmete den Duft von trockenem Gras und Kräutern, und für einen Moment kam es ihm so vor, als sei er wieder elf Jahre alt und das ganze Leben läge noch vor ihm.”
(Nele Neuhaus, Im Wald, Seite 543 f.)

Infos zum Buch

Im Wald / Nele Neuhaus / Ullstein / 2016 / 560 Seiten / ISBN: 9783550080555 / Preis: 22,00 Euro /

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  • Im Juli 2011 erschüttern die Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya Menschen weltweit. Sella fühlt sich in besonderem Maß betroffen, da die Tochter ihrer Nachbarn zu den Todesopfern gehört. Meine Gedanken zu diesem Roman findet ihr jetzt auf dem Blog. #schonhalbelf #vatermutterkim #eivindhofstadevjemo #luftschachtverlag (Unbeauftragte/unbezahlte Werbung)
  • „Manche Frauen betreten den Kreißsaal im Jahr 2019 und kommen im Jahr 1950 wieder raus.“ - ein Zitat, das nicht aus diesem Roman stammt, den Ausgangspunkt für die Geschichte jedoch ziemlich gut trifft. Alle Details zu „Jesolo“ von Tanja Raich findet ihr auf dem Blog. #schonhalbelf #Jesolo #tanjaraich
  • Wohnen ist meinen Augen eines DER Themen (nicht nur)  meiner Generation. Traurigerweise stellt sich für die meisten gar nicht mehr die Frage, wie sie wohnen möchten, sondern viel mehr, wie und wo sie überhaupt noch wohnen können. Dieser Thematik widmet sich auch Svenja Gräfen in ihrem zweiten Roman „Freiraum“. Ich freue mich, wenn ihr den Blogpost dazu lest! #freiraum #svenjagräfen #ullstein #ullsteinfünf (Unbeauftragte Werbung)
  • Man kann nicht alles mögen. Dieses Buch zum Beispiel. Ich hatte durch eine vorangegangene Empfehlung recht hohe Erwartungen, die aber leider nicht erfüllt werden konnten (Begründung gibt's auf dem Blog). Wer von euch hat es auch gelesen und wie hat es euch gefallen? #schonhalbelf #alleswasichweißüberdieliebe
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  • Seite 78 von 293 und ich kann es kaum abwarten, heute Abend weiter zu lesen. Nach „Das Rauschen in unseren Köpfen“ war für mich klar, auch den zweiten Roman von Svenja Gräfen zu lesen. Auch „Freiraum“ handelt von der Liebe, viel mehr aber noch von der Frage, wie, wo und vor allem mit wem wir in Zeiten von Luxussanierungen und Wohnungsknappheit leben möchten. #freiraum #svenjagräfen #schonhalbelf #ullstein (Unbeauftragte Werbung)

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