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Französisch backen von Aurélie Bastian

Nach Das Kleiderschrank-Projekt ist Französisch backen bereits das zweite Buch, das aus einem Blog entstanden ist, den ich gerne lese: Französisch kochen heißt Aurélie Bastians Blog, den ich schon seit mindestens einem Jahr lese. Bereits als ich den Titel des Backbuchs gelesen habe, war mir klar, dass ich es haben muss. Mit den Spezialitäten der französischen Küche bin ich schon seit meiner Kindheit bestens vertraut und pain au chocolats (bzw. chocolatines) habe ich im Urlaub beim Bäcker schon als Grundschülerin verlangt, ohne zu wissen, was es überhaupt bedeutet. Kurz: Französisch backen besitzen zu müssen, ist nur eine logische Konsequenz aus meiner francophilen Ader und meiner Vorliebe für Desserts jeglicher Art.

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Inhalt kurz zusammengefasst

Worum es in Französisch backen geht, kann man sich mit ein wenig Kombinationsgabe recht gut ableiten, denke ich. Aber Spaß beiseite. Das Backbuch beginnt mit einigen Seiten voller allgemeiner Tipps und Tricks, die für die Umsetzung der folgenden Rezepte nützlich sind – das finde ich immer sehr hilfreich, um sich mit Begrifflichkeiten vertraut zu machen, die später auftauchen und deren Ausführung einem nicht 100% geläufig sind.

Die darauf folgenden Rezepte auf den nächsten etwa 150 Seiten sind in vier Kategorien eingeteilt:

  • Petit déjeuner (Frühstück)
  • Pâtisserie (Gebäck)
  • Gôuter (Ideen für die Kaffezeit oder andere Zwischenmahlzeiten)
  • Grandes occasions (Rezepte für besondere Anlässe)

Abgeschlossen wird das Backbuch durch ein Register, in welchem alle Rezepte noch einmal alphabetisch geordnet sind.

Wie war Französisch Backen?

Französisch backen bietet für wohl für jeden Geschmack die passende Dessert-Idee zum Nachbacken und natürlich die Möglichkeit, sich an vielen guten französischen Rezepten einmal selbst zu versuchen.

Ob alle gelingsicher sind, konnte ich natürlich nicht für euch ausprobieren, aber ich habe mir zumindest ein Rezept herausgesucht, das ich einem kleinen Praxistest unterzogen habe – völlig uneigennützig natürlich.

Die Rezepte sind in meinen Augen gut erklärt, kommen ohne zu viele exotische Zutaten aus (wenn ich erst googlen muss, wo ich Zutat XY überhaupt kaufen könnte, hört für mich meistens der Spaß auch schon wieder auf) und mein ausprobiertes Rezept hat mich geschmacklich wirklich überzeugt.

Dürfte ich einen Wunsch äußern, würde ich mir teilweise Bebilderungen zum Zubereitungsprozess wünschen, da die Fotos der fertigen Gerichte nicht immer selbsterklärend für die Herstellung sind. Die Gestaltung des Buchs an sich (Typographie, Schriftsatz, Grafiken) dürfte für mich auch gerne einen Tick moderner und aufgeräumter sein, aber das ist – wie so oft – eben Geschmacksache. Die Fotos der Gerichte sowie die schriftlichen Erklärungen zur Zubereitung hingegen empfinde ich alle gelungen.

Französisch backen im Praxistest

Nur Blättern bringt natürlich nichts, um sich eine abschließende Meinung zu bilden – ich musste auch sofort etwas ausprobieren! Der Anlass war ein gemeinsames Abendessen mit Freunden, für das ich einen Nachtisch beisteuern wollte; es sollte etwas sein, das ich gut vorbereiten und transportieren kann. Zudem war mir nach etwas, das ich vorher noch nie gegessen habe. Meine Wahl fiel letztlich auf die „Croustade landaise”, einen Schokoladen-Apfelkuchen aus der Gascogne.

Schokolade und Apfel habe ich noch nie in Form eines Desserts kombiniert gegessen, stellte ich mir aber zusammen mit dem Blätterteig sehr lecker vor – war es auch! Definitiv mal etwas anderes, aber zusammengepasst hat die Dreier-Kombination hervorragend.

Insgesamt war das Rezept gut beschrieben und das Endergebnis stimmte. Wie eben bereits angedeutet würde ich es perfekt finden, wenn es ein paar Zusatzfotos zum Erstellungsprozess geben würde. Ich habe mich mit der Anweisung: „Die restlichen (…) Strudelteigblätter nacheinander mit ordentlich Volumen und vielen Falten als Deckel auf dem Kuchen drapieren.” etwas schwer getan und hätte gerne noch ein Bild davon gesehen, wie der Kuchen roh ungefähr aussehen sollte, aber vielleicht bin ich da auch zu perfektionistisch.

Nichtsdestotrotz hat das Resultat gestimmt, zumindest interpretiere ich den Fakt, dass die Herren in der Runde jeweils drei Stücke gegessen haben, so.

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Infos zum Buch

Französisch backen / Aurélie Bastian / Südwest / 2017 / 176 Seiten / ISBN: 978-3-517-09533-2 / Preis: 19,99 Euro / Jetzt online kaufen* / Verlagsinfo /

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