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Buchneuerscheinungen im Oktober 2016

Los geht’s mit den Buchneuerscheinungen im Oktober 2016! Der September brachte neben einer wunderbaren Urlaubswoche in Lissabon auch eine dicke Erkältung und viel Arbeit mit sich, deswegen war es hier ein wenig ruhiger. Zeit für die Neuerscheinungen des nächsten Monats musste dennoch sein – viel Spaß!

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1. Max Küng – Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück

Beim Lesen der Inhaltsangabe musste ich ein wenig an „Freedom Bar” (hier geht’s zu meiner Rezension) denken und weil ich damit nur Positives verbinde, bin ich auch auf diesen Roman neugierig.

„Als alle Bewohner der Lienhardstrasse 7 gleichzeitig die Kündigung der Wohnung erhalten und notgedrungen mehr miteinander zu tun haben, kommen ungeahnte Charaktereigenschaften und Obsessionen an die Oberfläche – und je länger je mehr verknüpfen sich die Schicksale der einzelnen und fügen sich zu einem Ganzen, das niemand für möglich gehalten hätte.

Ein Haus, sieben Bewohner, ein Brief für alle … 4. Stock, Delphine: Sie lebt mit zwei jungen Männern in einer WG. Delphine studiert an der Kunsthochschule und jobbt nebenbei in einem Fitnesscenter. Sie will das Nichts räumlich darstellen – und weiß auch schon, wie. 3. Stock, Virginia Pulver: Die alleinerziehende Mutter lebt mit Cosima, ihrer vierzehnjährigen Tochter. Seit ihr Mann sie verlassen hat, pflegt sie ein möglichst ausschweifendes Partyleben, daneben achtet sie penibel auf gesunde Ernährung. Sie liebäugelt mit der Modebranche und hat eine Affäre mit dem jungen Koch und Metzger Lukas. 2. Stock, Paola Gamma und Fabio Demuth: Paola ist Journalistin und wird für eine Schmutzgeschichte über Tim instrumentalisiert, Fabio arbeitet bei einer Immobilienfirma und wird gerne mal über den Tisch gezogen. Seine Spielsucht versucht er zu vertuschen. Und da ist noch Stinky, ihr Mops. 1. Stock, Familie Hermann: Tim ist ein beliebter TVModerator, verheiratet mit der etwas spröden Judith, sie haben zwei Kinder, längst hat sich Ernüchterung eingestellt. Trost sucht Tim in Eskapaden mit anderen Frauen, welche allerdings lediglich in seinem Kopf stattfinden. Judith hingegen fühlt sich von der rätselhaften Melancholie Vischers angezogen. Erdgeschoss, Herr Vischer: Sagt nicht viel, lebt inmitten seiner Fahrräder, ist immer im Rennradtrikot anzutreffen und führt akribisch Buch über seine Passfahrten.“ (Quelle)

Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück / Max Küng / Kein & Aber / 07.10.2016 / 350 Seiten / ISBN: 978-3-0369-5744-9 / Preis: 22,00 Euro /

2. Simon Beckett – Totenfang

Bei Simon Beckett bin ich ziemlich unmittelbar nach dem Erscheinen des ersten Teils der David Hunter Reihe eingestiegen und war direkt begeistert (seine Werke außerhalb der Reihe gefallen mir übrigens allesamt nicht so richtig) – und diesen Monat geht es endlich weiter. Klingt düster, spannend und nach einem perfekten Herbstbuch.

„Sein fünfter Fall führt Dr. David Hunter in die Backwaters, ein unwirtliches Mündungsgebiet in Essex, wo die Grenzen zwischen Land und Wasser verschwimmen. Aber die wahren Gefahren lauern nicht in der Tiefe, sondern dort, wo er sie am wenigsten erwartet.

Seit über einem Monat ist der 31-jährige Leo Villiers spurlos verschwunden. Als an einer Flussmündung zwischen Seetang und Schlamm eine stark verweste Männerleiche gefunden wird, geht die Polizei davon aus, Leo gefunden zu haben. Der Spross der einflussreichsten Familie der Gegend soll eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt haben, die ebenfalls als vermisst gilt: Leo steht im Verdacht, Emma Darby und schließlich sich selbst umgebracht zu haben. Doch David Hunter kommen Zweifel an der Identität des Toten. Denn tags darauf treibt ein einzelner Fuß im Wasser, und der gehört definitiv zu einer anderen Leiche.

Für die Zeit seines Aufenthalts kommt David Hunter in einem abgeschiedenen Bootshaus unter. Es gehört Andrew Trask, dessen Familie ihm mit unverholener Feindseligkeit begegnet. Aber sie scheinen nicht die einzigen im Ort zu sein, die etwas zu verbergen haben. Und noch ehe der forensische Anthropologe das Rätsel um den unbekannten Toten lösen kann, fordert die erbarmungslose Wasserlandschaft erneut ihren Tribut…“ (Quelle)

Totenfang / Simon Beckett / Wunderlich / 14.10.2016 / 560 Seiten / ISBN: 978-3-8052-5001-6 / Preis: 22,95 Euro /

3. Ian McEwan – Nussschale

Ian McEwans Romane haben mir bislang immer gut gefallen – zunächst dachte ich beim Lesen des Klappentexts: „Hm, wirklich kein originelles Thema.”, aber das, was danach folgt, hat mir dann doch Lust gemacht, es vielleicht zu lesen.

„Eine klassische Konstellation: der Vater, die Mutter und der Liebhaber. Und das Kind, vor dessen Augen sich das Drama entfaltet. Aber so, wie Ian McEwan sie erzählt, hat man diese elementare Geschichte noch nie gehört. Verblüffend, verstörend, fesselnd, philosophisch – eine literarische Tour de force von einem der größten Erzähler englischer Sprache.“ (Quelle)

Nussschale / Ian McEwan / Diogenes / 26.10.2016 / 288 Seiten / ISBN: 978-3-257-06982-2 / Preis: 22,00 Euro /

Eure Meinung?

Welche der drei Buchneuerscheinungen im Oktober 2016 ist euer Favorit? Oder freut ihr euch vielleicht auf ein ganz anderes, das im Oktober erscheint?

schonhalbelf

  • Cora

    Ich freue mich sehr auf den neuen McEwan und bin gespannt, wie du es dann findest :). Ich lese keine Thriller, habe Totenfang aber schon für meinen Freund vorbestellt und er ist schon sehr gespannt. Ich freue mich noch auf den neuen Murakami „Von Beruf Schriftsteller“ und auf „Die Zerbrechlichkeit der Welt“ von Kees van Beijnum 🙂
    Liebe Grüße,
    Cora

    29. September 2016 at 9:44 Antworten
  • Johanna P.

    Ich freue mich am meisten auf das neue Buch von Nina Sahm: ‚Das ganze Leben da draußen‘. Von Max Küng las ich bereits sein letztes Buch, das mich seeehr enttäuscht hat und von Ian McEwan las ich neulich erst ‚Der Zementgarten‘ und will erstmal nach und nach seine älteren (und damit auch günstigeren) Bücher lesen, und bis dahin ist das neue dann auch schon als Taschenbuch draußen. Es klingt auf jeden Fall interessant. (:
    Liebe Grüße aus Leipzig
    Johanna

    29. September 2016 at 11:47 Antworten
  • Johanna P.

    Das stimmt, das stelle ich mir auch echt schwierig vor, jeden Monat nur drei Bücher zu zeigen. Aber ich mag es auch lieber, wenn es nicht so überladen ist… (:

    Von Max Küng las ich „Wir kennen uns doch kaum“, weil mich die Inhaltsangabe ein wenig an „Gut gegen Nordwind“ erinnerte. Ich hab mich schon vorm Erscheinen sehr darauf gefreut. Leider las es sich dann eher zäh, und die Geschichte wurde – trotz eigentlich toller Sprache – eher gefühllos erzählt, ich weiß grad nicht, wie ich es anders ausdrücken soll…

    30. September 2016 at 12:10 Antworten

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