Liebe

Die Liebesbriefe von Montmartre von Nicolas Barreau

Die Liebesbriefe von Montmartre von Nicolas Barreau landete als Überraschung in meinem Briefkasten. Bekannt ist mit der Autor bereits – Paris ist immer eine gute Idee habe ich bereits hier rezensiert. In der Zwischenzeit habe ich auch Die Frau meines Lebens* als Hörbuch gehört, hier bislang aber noch nicht darüber berichtet.

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Inhalt kurz zusammengefasst

Der junge Autor Julien Azoulay darf das ganz große Glück spüren: Durch eine schicksalhafte Begegnung auf dem Cimetière de Montmartre lernt er seine künftige Ehefrau Hélène kennen, heiratet sie und bekommt mit ihr einen kleinen Sohn. Seine Romane verkaufen sich bestens und alles scheint vollkommen, bis seine Frau an Krebs erkrankt. Nach ihrem Tod fällt Julien in ein tiefes Loch und vermag nur mehr die dunklen Seiten des Lebens wahrzunehmen.

Das Schreiben eines neuen Romans stellt ihn vor eine unlösbare Aufgabe und sein Lebensmut verlässt ihn zunehmend. Und als würde das nicht reichen, hat hm seine Ehefrau vor ihrem Tod auch noch aufgetragen, ihr nach ihrem Ableben 33 Briefe zu schreiben. Auch dies geht ihm nicht leicht von der Hand. Dennoch ringt er sich durch und beginnt, Worte an seine verstorbene Frau zu Papier zu bringen und die fertigen Werke in einem Geheimfach auf ihrem Grab zu verstecken. Eines Tages entdeckt er jedoch, dass seine bisherigen Briefe verschwunden sind – und findet von dort an immer häufiger rätselhafte Gegenstände im eigentlich geheimen „Briefkasten”. Wer kommuniziert plötzlich mit ihm und warum? Und weshalb weiß überhaupt jemand etwas von dem verborgenen Ort, an dem Julien die Briefe gelagert hat?

Wie war Die Liebesbriefe von Montmartre?

Ich sage es mal so: Bei Nicolas Barreau weiß ich mittlerweile, was ich bekomme. Viel Liebe, viel Kitsch, viel Romantik, viel Frankreich, einfach von allem viel. Nicolas Barreaus Romane sind heiße Schokolade in Textform und das ist gut so! Was ich nicht bekomme: Eine komplexe Handlung oder rätselhafte Charaktere. Finde ich dennoch völlig in Ordnung, mal lese ich gerne das eine, ab und an aber auch das andere, um mich bewusst einfach nur zu entspannen und eine heile Welt präsentiert zu bekommen.

Genau so verhält es sich mit Die Liebesbriefe von Montmartre. Trotz trauriger Ausgangssituation holte der Autor mich sofort in seine typisch romantische Pariser Welt hinein. Wütende Literaturagenten, eine aufdringliche Nachbarin, ein trauernder Protagonist – bei Nicolas Barreau fühlt sich dennoch immer alles leicht und frühlingshaft an. Zugegebenermaßen habe ich mich anfangs mehrfach gefragt, ob ich die Geschichte doch schon gehört oder gelesen habe, weil mir alles so bekannt vorkam. Dem war aber nicht so.

Trotz allem, was man an Nicolas Barreau aussetzen könnte, mochte ich Die Liebesbriefe von Montmartre. Ich konnte mich wunderbar entspannen, das eine oder andere Mal die Augen verdrehen ob der übertriebenen Romantik, und dennoch in der Geschichte versinken. Man muss eben wissen, worauf man sich einlässt – sucht man „was für’s Herz” mit einer ordentlichen Portion Pariser Flair, ist man bei Barreau immer an der richtigen Adresse.

Ein kurzes Zitat aus dem Buch

„Junge, Junge, du siehst vielleicht fertig aus“, sagte Alexandre. „Isst du eigentlich auch mal was oder rauchst du nur noch?” Ich schüttelte den Kopf. „Sehr aufbauend, Alexandre. Das schätze ich so an dir. (…) Dabei hatte ich heute Morgen das Gefühl, das wäre einer meiner besseren Tage”, seufzte ich und strich mir die Haare glatt.
Seit kurzem hatte ich es mir angewöhnt, die Tage einzuteilen, in gute, bessere und schlechte Tage. Wobei gute Tage eigentlich nicht vorkamen.
(Nicolas Barreau, Die Liebesbriefe von Montmartre, PIPER, Seite 49)

Infos zum Buch

Die Liebesbriefe von Montmartre / Nicolas Barreau / PIPER / 2019 / 336 Seiten / ISBN: 978-3-492-31052-9 / Preis: 10,00 Euro / Jetzt online kaufen* /

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