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Er wird töten von Eva Maria Fredensborg

Er wird töten ist das Debüt der dänischen Werbetexterin Eva Maria Fredensborg und im Original bereits 2013 erschienen. Die Kombination aus dem Erfolg, den ihr Kriminalroman in Dänemark hatte sowie die Tatsache, dass ich immer gespannt bin, wie meine „Kollegen” sich so in puncto Romanschreiben schlagen, hat mich dazu gebracht, Er wird töten nicht nur in meinem Neuerscheinungs-Post vorzustellen, sondern auch direkt selbst zu lesen.

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Inhalt kurz zusammengefasst

Der dänische Profiler Robert Strand, freiberuflich für die Polizei tätig, wird zu einem spannenden Fall in das schwedische Växjö gerufen – ein ihm nicht unbekannter Ort, war er doch zwanzig Jahre zuvor in der Gerichtspsychiatrie beschäftigt.

Denn im idyllischen Småland geht Rätselhaftes vor sich: Der Psychiater Ulrik Lauritzen, eigentlich nur für einen Sommerkurs an der Universität angereist, findet einen rätselhaften Umschlag vor seiner Haustür, in dem ein Foto eines Serienmörders steckt – und zwar nicht irgendeines Serienmörders, sondern eines, der sich, während er in Ulriks Obhut war, vor zwanzig Jahren das Leben genommen hat.

Gleichzeitig erschüttert der Mord an einer jungen Frau die Region. Das Besorgniserregende: Die Ermittler können Parallelen zu den Morden des Serientäters ziehen. Doch wie sind diese zu erklären, wenn der Täter, der auf diese Art mordete, bereits seit zwanzig Jahren nicht mehr am Leben ist?

Wie war Er wird töten?

Er wird töten von Eva Maria Fredensborg ist für mich ein solider, skandinavischer Krimi, dem das gewisse Etwas in meinen Augen leider fehlt: Er ist gut geschrieben, aber nicht außergewöhnlich; mir fehlt das Atmosphärische, das für mich einen guten Krimi ausmacht – die Stimmung ist mir da extrem wichtig!

Der Protagonist ist recht sympathisch, aber irgendwie auch langweilig. Das einzige, das ein wenig aufregend an ihm ist, ist sein erneuter Annäherungsversuch an die Frau, die ihm schon vor zwanzig Jahren keine Ruhe gelassen hat. Aber sind wir mal ehrlich: Eine (sich anbahnende?) Romanze sollte nicht das Spannendste an einem Profiler sein, oder?

Einen Pluspunkt gibt es für die Wahl der Ich-Perspektive im Fall des Täters, sodass der Leser sehr nah an ihn herankommt, ohne eine lange Zeit zu wissen, um wen es sich handelt. Ein weiterer netter Nebeneffekt ist tiefergehendes Wissen über Serienmörder, das durch einen Freund Robert Strands, der beim FBI tätig ist, vermittelt wird – allerdings ist auch dieses Wissen keine Offenbarung für erfahrene Krimi-Leser. Ich kann mir aber vorstellen, dass es für Leute, die vielleicht nicht so oft das düstere Genre lesen, ganz interessant sein kann.

Fazit: Kann man durchaus mal lesen, aber um mich in puncto Spannung zu begeistern, braucht es dann doch ein wenig mehr.

Eine kurze Passage aus dem Buch

Die Straße verlief fast schnurgerade, und die Geschwindigkeit in Kombination mit der monotonen Umgebung verlieh Robert das Gefühl von Schwerelosigkeit; das Gefühl, sich in einer Parallelwelt zu befinden, in der nichts erreicht werden konnte und in der Handlungen keine Konsequenzen hatten.
(Eva Maria Fredensborg, Er wird töten, Seite 285)

Infos zum Buch

Er wird töten / Eva Maria Fredensborg / Übersetzerin: Daniela Stilzebach / Goldmann / 2017 / 384 Seiten / ISBN: 978-3-442-48588-8 / Preis: 9,99 Euro / Jetzt online kaufen* / Verlagsinfo /

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schonhalbelf

  • Motte Enna

    Moin,
    ein wirklich schöner Post. Kaufen werde ich es mir wohl nicht, aber vielleicht leihe ich es mir bei Gelegenheit in der Bibliothek aus um mir eine eigene Meinung bilden zu können. An sich klingt der Plot doch ganz spannend.
    LG

    12. August 2017 at 22:37 Antworten
  • Die Vorleser

    Liebe Inga,

    früher habe ich gerne skandinavische Krimis gelesen, aber dann wurden sie mir zu düster. Die Atmosphäre von Feldern und Seen und Landschaft mag ich aber immer noch gerne.
    Liebe Grüße von den Vorlesern

    14. August 2017 at 20:52 Antworten
  • Neri

    Das Buch klingt erst einmal ganz gut. Cover und Handlung finde ich ansprechend. Schade, dass es Dich nicht überzeugen konnte.

    Neri, Leselaunen

    15. August 2017 at 0:21 Antworten

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