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Rückblick: Filme, Serien & Dokus, die ich gesehen habe

Seit November ist einige Zeit vergangen, sodass ich mich entschieden habe, mal wieder eine kleine Zusammenfassung der Filme, Serien und Dokumentationen zu veröffentlichen, die ich in den letzten Monaten gesehen habe. Wie ihr erkennen könnt, ist es diesmal nicht allzu viel, aber vielleicht findet ihr ja dennoch den ein oder anderen interessanten Tipp, der auch etwas für euch ist. Ich freue mich über eure Rückmeldungen!

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Filme

Die verschwundene Familie: Wer die Zusammenfassung liest, merkt schnell – hier diente der reale Fall einer Familie aus Norddeutschland zumindest als Inspiration für die Serie. Die Betonung liegt hier aber auf Inspiration; die Geschichte entwickelt sich völlig anders als in der Realität. Insgesamt ein spannender Zweiteiler mit guter Besetzung! Einziger Wermutstropfen: Brauchte es wirklich mal wieder eine Ermittlerin, die in ihrem Ehemann plötzlich einen Verdächtigen sieht …? Ihr findet beide Teile bis zum 03.04.19 in der ZDF Mediathek.

Du bist nicht allein: ZDF-Thriller mit Sophie von Kessel, die eine frisch getrennte Ehefrau spielt und Opfer eines Stalkers wird. Als Täter kommen gleich vier Männer aus ihrem privaten und beruflichen Umfeld in Frage und die Spannung, wer sie letztlich bedroht, kann recht lange aufrecht erhalten werden.

Green Book – Eine besondere Freundschaft: Im Kino gesehen habe ich Green Book, einen Film, der die Geschichte eines afroamerikanischen Musikers in den 60er Jahren erzählt. Dieser geht mit seinen beiden Kollegen und dem rabiaten Türsteher Tony Lip als persönlicher Assistent auf eine Tournee, die von New York bis in die Südstaaten führt. Immer wieder wird er dabei mit offen gelebtem Rassismus konfrontiert. Große Empfehlung! Ein Film, dem es in meinen Augen an nichts fehlt.

Jung, blond, tot: Nachdem ich den Krimi von Andreas Franz* vor einigen Jahren gelesen habe, war ich auf die Verfilmung neugierig, die SAT 1 in Form einer Eigenproduktion vorgenommen hat. Hochwertig produziert und gut besetzt, insgesamt war die Filmversion aber doch sehr abgespeckt im Vergleich zum Buch. Aber man kann ihn sich durchaus ansehen und wird gut unterhalten.

Ostfriesensünde: Zugegeben, die Ostfriesen-Reihe* von Klaus-Peter Wolf hat mich in Buchform noch nicht so richtig gereizt und ich denke auch nicht, dass das noch passiert. Die Verfilmungen hingegen sehe ich mir immer recht gerne an, und auch Ostfriesensünde hat mich nicht enttäuscht. Begeistert wäre auch übertrieben, aber ich möchte auch nicht zu streng sein. Ansehen kann man ihn noch bis 30.04.19 kostenlos in der ZDF Mediathek.

Stubbe – Tod auf der Insel: Stubbe – Von Fall zu Fall habe ich früher immer sehr gerne gesehen, daher habe ich mir natürlich auch die nachgelagerte „Rentnerversion“ angesehen. Zu mehr als einem „ganz nett” kann ich mich jedoch nicht durchringen. Heimelige Unterhaltung, schöne Kulissen, aber richtiges Stubbe-Flair kam für mich nicht mehr richtig auf.

Südstadt: „Ein Haus, drei Wohnungen und drei befreundete Paare, die ihre Beziehungen und Lebenskonzepte auf den Prüfstand stellen müssen.” (Quelle). Ein wirklich unterhaltsamer, aber auch kritischer und lehrreicher Film, den ich euch empfehlen kann, wenn ihr etwas Nettes, nicht zu Plattes und nicht zu Dramatisches sucht. Ich habe ihn in der 3sat Mediathek gesehen, guckt mal, ob ihr ihn dort noch findet. Alternativ könnt ihr ihn hier* ansehen.

The Christmas Chronicles: Der von Netflix produzierte Weihnachtsfilm konnte mich nicht so recht begeistern – ganz nett, aber weder überaus fantasievoll noch packend. Muss man in meinen Augen nicht gesehen haben.

Utøya 22. Juli: In diesem Post hatte ich euch den Film bereits vorgestellt bzw. auf ihn aufmerksam gemacht. Im März bin ich dann endlich dazu gekommen (oder sollte ich besser schreiben: war ich endlich bereit?), ihn anzusehen. Wie zu erwarten natürlich erschütternd, sehr positiv fand ich jedoch, dass es sich eben nicht um einen Film handelt, der einen grausamen Terrorakt ausschlachtet, sondern dass etwa 80 % bis 85 % nach den Anschlägen spielen und davon handeln, wie die Überlebenden sich Schritt für Schritt ihre Hoffnung zurückholen, die Politiker des Landes mit dem Terrorakt umgehen und wie der Prozess gegen den Täter abgelaufen ist. In meinen Augen mehr ein Dokumentar- denn ein Spielfilm und genau das gefiel mir. Gesehen habe ich ihn bei Netflix.

Serien

Parfum: Die Thriller-Serie, die auf Motiven aus Das Parfüm: Die Geschichte eines Mörders* von Patrick Süskind basiert, wollte ich euch eigentlich im Zuge meiner monatlichen Serien- und Filmposts vorstellen, aber irgendwie ist sie mir durchgerutscht. Gesehen habe ich sie nun trotzdem endlich und bin sehr angetan. Zugegebenermaßen habe ich an der ein oder anderen Stelle die Augen zugekniffen und als Feel-Good-Serie geht sie wirklich nicht durch (wieviele menschliche Abgründe kann man eigentlich in einer Serie unterbringen?), aber atmosphärisch und ästhetisch fand ich sie wirklich überzeugend – spannungstechnisch übrigens auch. Ansehen könnt ihr Parfum in der ZDF Mediathek, jedoch immer nur zwischen 22:00 Uhr und 06:00 Uhr. Es sei denn, ihr seid gewillt, eure Personalausweisnummer zu hinterlassen … ich war’s nicht.

You: Die Romanvorlage* habe ich zwar nicht gelesen, auf die Serie war ich aber dennoch sehr gespannt und habe sie zwischen den Jahren und in den Tagen danach in sehr hoher Geschwindigkeit komplett angesehen. An einigen Stellen ist sie zwar ein wenig „drüber”, insgesamt fand ich sie aber sehr spannend, gut gemacht, und werde mir – sollte sie erscheinen – auch die zweite Staffel ansehen. Alleine, um zu erfahren, was mit einem entlarvenden Beweismittel geschehen ist, von dem plötzlich nie wieder die Rede war …? Angesehen habe ich die Serie bei Netflix.

Dokumentationen

Nutze deine Zeit: Eine interessante und kurzweilige (haha) Dokumentation über drei Menschen in sehr unterschiedlichen Berufen und wie diese das „Mysterium Zeit” wahrnehmen und begreifen. Gesehen in der arte Mediathek (noch verfügbar bis 03.11.2019).

Reicht die Rente? Tja, kein schönes Thema, aber dafür ein umso wichtigeres! Ansehen könnt ihr die Dokumentation kostenlos in der ZDF Mediathek.

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1 Comment
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1 Comment

  • Tanja

    Hallo liebe Inga,
    ich wusste gar nicht, dass es vom Parfum sogar eine Serie gibt. Den Film habe ich damals angesehen. Ich fand ihn sehr gut.
    You habe ich auch schon angesehen. Die Serie hat mir richtig gut gefallen. Ich fand es interessant, dass man hier den „Psychopathen“ sogar fast sympathischer finden konnte, als sein Umfeld. Das Ende war allerdings schon sehr krass. Aber ich empfand es auch als passend.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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  • „Mit Schaf oder ohne?“ 🤪 Nina Sahm erzählt in „Tage mit Bumerang“ mit viel Bedacht Annus Geschichte, die durch eine unüberlegte Handlung ihren einzigen echten Freund verliert. Mit Humor, Optimismus und eben einer großen Portion Schaf beschreibt die Autorin, wie die Protagonistin schließlich Schritt für Schritt in ein neues Leben findet und den Weg aus der Krise meistert. Mehr dazu gibt’s wie immer auf dem Blog. #dietagemitbumerang #ninasahm #hanserverlag (Unbeauftragte Werbung)
  • GEOkompakt ist eine Zeitschrift, die ich bisher gar nicht im Blick hatte, bis @alexfluegel auf einen sehr interessanten Artikel („Warum es Eltern heute so schwer haben“) hingewiesen hat. Gesehen, besorgt und bisher nicht enttäuscht worden. Die Ausgabe ist übrigens bei Weitem nicht nur für Eltern interessant, sondern berichtet ganz losgelöst davon über neue psychologische Erkenntnisse in puncto familiäre Beziehungen und Dynamiken. (Unbeauftragte Werbung)
  • Es ist der Abend im Januar 2015, der alles verändert: Jener Samstagabend, an dem Chanel Miller ihre Schwester auf eine Verbindungsparty begleitet, die auf dem Campus der Stanford University stattfindet. Nachdem sie im Laufe der Party die Örtlichkeit verlassen hat, wird sie bewusstlos von Brock Turner, einem Studenten der Universität, vergewaltigt. Zwei zufällig vorbeikommende schwedische Männer werden Zeugen der Tat und halten Turner davon ab, zu fliehen. Doch das Schlimmste ist bereits geschehen. Mehr über Millers Geschichte findet ihr jetzt auf dem Blog. #ichhabeeinennamen #chanelmiller #chanelmillerknowmyname (Unbeauftragte Werbung)
  • In den letzten Monaten ist meine Zeit sehr knapp geworden - ich möchte mich bei allen bedanken, die mir trotzdem die Treue halten! Es kommen auch wieder andere Zeiten und ich lese nach wie vor unglaublich gerne (wenn auch weniger). Momentan übrigens „Ich habe einen Namen“ von Chanel Miller; ein Buch, durch das man nicht mal eben rauscht, sondern dessen Sätze sacken können müssen. Bis ich es beendet habe, findet ihr aktuell meinen Blogpost „Housesitter“ von Andreas Winkelmann an oberster Stelle. #schonhalbelf #ichhabeeinennamen #housesitter
  • Im Juli 2011 erschüttern die Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya Menschen weltweit. Sella fühlt sich in besonderem Maß betroffen, da die Tochter ihrer Nachbarn zu den Todesopfern gehört. Meine Gedanken zu diesem Roman findet ihr jetzt auf dem Blog. #schonhalbelf #vatermutterkim #eivindhofstadevjemo #luftschachtverlag (Unbeauftragte/unbezahlte Werbung)
  • „Manche Frauen betreten den Kreißsaal im Jahr 2019 und kommen im Jahr 1950 wieder raus.“ - ein Zitat, das nicht aus diesem Roman stammt, den Ausgangspunkt für die Geschichte jedoch ziemlich gut trifft. Alle Details zu „Jesolo“ von Tanja Raich findet ihr auf dem Blog. #schonhalbelf #Jesolo #tanjaraich

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