Spannung

Paula Hawkins – Girl On The Train

Rachel pendelt wie viele andere jeden Morgen von einem Vorort nach London und abends wieder zurück. An einer bestimmten Stelle hält der Zug jedes Mal auf offener Strecke und gibt Rachel die Chance, das Leben der Menschen hinter der Fensterscheibe zu beobachten. Ihre Neugier und Fantasie gehen dabei jedoch weit über das normale Maß hinaus – und eines Morgens macht sie eine schreckliche Entdeckung, die sie nicht mehr zur Ruhe kommen lässt.

Wie war’s?

Kaum ein Buch wurde bislang in diesem Jahr so gehyped wie „Girl On The Train“. Was soll ich sagen? Ich kann mich den Lobeshymnen anschließen: Ich habe das Buch quasi in einem Stück aufgegessen. Es erzählt einen Kriminalfall aus einem völlig neuen Blickwinkel, den ich so bisher noch nie mittels eines Buchs eingenommen habe – ich denke, dass auch genau dieser Fakt den Reiz der Erzählung ausmacht.
Bedenken, es handele sich um eine schlechte Kopie von „Gone Girl“ kann ich im Übrigen nicht bestätigen. Dass ein Vergleich gezogen wird, leuchtet mir ein; wer jedoch ein paar Seiten weiter liest, merkt, dass „Girl On The Train“ völlig anders als „Gone Girl“ ist und beispielsweise neben der eigentlichen Story noch einen völlig anderen Handlungsstrang verfolgt (nämlich den von Rachels persönlichem Schicksal, das nicht minder unter die Haut geht, als das Verbrechen). Leseempfehlung!

Eine kurze Passage aus dem Buch?

Ausgerechnet heute Morgen sehe ich nichts von Jason und Jess und bin schmerzlich enttäuscht. Albern, ich weiß. Ich suche das Haus Fenster für Fenster ab, aber es gibt nichts zu sehen. Unten sind die Vorhänge zurückgezogen, aber die Terrassentüren sind verschlossen, die Sonne spiegelt sich in den Scheiben. Auch das Fenster oben ist zugeschoben. (…) Sie sind das, was ich früher war. Sie sind Tom und ich vor fünf Jahren. Sie sind, was ich verloren habe; alles, was ich gerne wäre.

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