Spannung

Muttertag von Nele Neuhaus

Auf Muttertag von Nele Neuhaus habe ich mich lange gefreut – die Kriminalromane über die Kommissare Pia Sander und Oliver von Bodenstein zu lesen, ist für mich immer wie ein Treffen mit alten Bekannten. Man sieht sich nach einiger Zeit (in diesem Fall drei Jahre) wieder, plaudert ein wenig über die privaten Veränderungen und danach wird’s richtig spannend. Vielleicht liegt meine Verbundenheit zu dieser Reihe auch ein wenig daran, dass die Schauplätze der Verbrechen sich nahe meiner Heimat befinden? Ein wenig südhessisches Flair hat noch nie geschadet!

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Inhalt kurz zusammengefasst

Theo Reifenrath, ehemaliger Fabrikbetreiber, wird in seinem Wohnhaus tot aufgefunden – trotz sozialer Kontakte ist sein Tod aufgrund unglücklicher Zufälle einige Zeit niemandem aufgefallen. Als wäre das nicht schlimm genug, entdeckt die Polizei dank einer aufmerksamen Nachbarin menschliche Knochen auf dem Boden eines Hundezwingers, der sich im Garten des Grundstücks befindet. Nach weiteren Ermittlungen steht fest: Theo Reifenrath ist keines natürlichen Todes gestorben und die im Zwinger aufgefundenen Knochen führen nicht zu einer, sondern gleich drei weiteren weiblichen Leichen. Dass Theo Reifenrath ein Serienmörder gewesen soll, möchte im Dorf dennoch niemand glauben. Dank Gerichtsmediziner Henning Kirchhoff gelingt es, die Identität der weiblichen Opfer zu klären und Parallelen zu ziehen: Alle verschwanden jeweils im Monat Mai kurz vor dem Muttertag. Aufgrund weiterer Spuren ist sich Pia Sander sicher, dass der Mörder weiterhin frei herumläuft – und die Uhr tickt: Bald ist Muttertag.

Zürich. Eine junge Frau findet nach dem Krebstod ihrer Mutter heraus, dass sie nicht bei ihren leiblichen Eltern aufgewachsen ist, sondern unter fragwürdigen Umständen adoptiert wurde. Die Spur zu ihrer wahren Herkunft führt Fiona nach Frankfurt. Aber wie hängt ihre Familiengeschichte mit der Mordserie zusammen?

Wie war Muttertag von Nele Neuhaus?

Für mich war Muttertag von Nele Neuhaus ein Wiedereinstieg in das Lesen – längere Zeit habe ich, wie ihr auf dem Blog vielleicht gemerkt habt, keinen Roman mehr gelesen. Über Weihnachten hatte ich wieder die Ruhe, mich in ein Buch zu vertiefen und auf eine Geschichte einzulassen. Wie immer gilt bei Nele Neuhaus‘ Bodenstein-Kirchhoff-Krimis (die eigentlich mittlerweile Bodenstein-Sander-Krimis heißen müssten?): Aufgrund ihrer Länge muss man sie wirklich lesen wollen, aber hat man erstmal begonnen, bekommt man gar nicht mehr mit, wie lang die Bücher eigentlich sind. Gerade deswegen waren die Weihnachtstage wohl ideal für mich, um mit diesem Krimi wieder den Einstieg in das Lesen zu finden.

Muttertag hat mich nicht enttäuscht. Nele Neuhaus liefert einen spannenden, durchdachten Kriminalroman ab, in dem es vor Verdächtigen nur so wimmelt. Für zusätzliche Spannung sorgt die parallel verlaufende „Privatermittlung” einer jungen Züricherin, die herausfinden möchte, wer ihre wahre Eltern sind. Reizvoll fand ich auch an diesem Band, die private Entwicklung der beiden Protagonisten Sander und von Bodenstein weiter zu verfolgen – denn, so viel sei verraten, hier hat sich einiges seit dem Vorgänger Im Wald getan.

Ich habe nicht alle Bände der Reihe gelesen, bin mir aber sicher, dass ihr mit Muttertag nichts falsch macht, wenn euch Im Wald oder die anderen Vorgänger gefallen haben. Nele Neuhaus liefert auch diesmal einen sauber konstruierten, kurzweiligen und vor allem authentischen Kriminalroman ab, dem es meiner Meinung nach an nichts fehlt.

Und apropos fehlen: Unter dem Motto #ohnePlastik liefert Ullstein Muttertag von Nele Neuhaus ohne Plastikfolie aus, der Roman ist lediglich durch einen kleinen Aufkleber geschützt, der die Seiten vor dem ersten Lesen zusammenhält. Daumen hoch!

Infos zum Buch

Muttertag / Nele Neuhaus / Ullstein / 2018 / 560 Seiten / ISBN: 978-3550081033 / Preis: 22,00 Euro / Jetzt online kaufen* /

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  • In den letzten Monaten ist meine Zeit sehr knapp geworden - ich möchte mich bei allen bedanken, die mir trotzdem die Treue halten! Es kommen auch wieder andere Zeiten und ich lese nach wie vor unglaublich gerne (wenn auch weniger). Momentan übrigens „Ich habe einen Namen“ von Chanel Miller; ein Buch, durch das man nicht mal eben rauscht, sondern dessen Sätze sacken können müssen. Bis ich es beendet habe, findet ihr aktuell meinen Blogpost „Housesitter“ von Andreas Winkelmann an oberster Stelle. #schonhalbelf #ichhabeeinennamen #housesitter
  • Im Juli 2011 erschüttern die Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya Menschen weltweit. Sella fühlt sich in besonderem Maß betroffen, da die Tochter ihrer Nachbarn zu den Todesopfern gehört. Meine Gedanken zu diesem Roman findet ihr jetzt auf dem Blog. #schonhalbelf #vatermutterkim #eivindhofstadevjemo #luftschachtverlag (Unbeauftragte/unbezahlte Werbung)
  • „Manche Frauen betreten den Kreißsaal im Jahr 2019 und kommen im Jahr 1950 wieder raus.“ - ein Zitat, das nicht aus diesem Roman stammt, den Ausgangspunkt für die Geschichte jedoch ziemlich gut trifft. Alle Details zu „Jesolo“ von Tanja Raich findet ihr auf dem Blog. #schonhalbelf #Jesolo #tanjaraich
  • Wohnen ist meinen Augen eines DER Themen (nicht nur)  meiner Generation. Traurigerweise stellt sich für die meisten gar nicht mehr die Frage, wie sie wohnen möchten, sondern viel mehr, wie und wo sie überhaupt noch wohnen können. Dieser Thematik widmet sich auch Svenja Gräfen in ihrem zweiten Roman „Freiraum“. Ich freue mich, wenn ihr den Blogpost dazu lest! #freiraum #svenjagräfen #ullstein #ullsteinfünf (Unbeauftragte Werbung)
  • Man kann nicht alles mögen. Dieses Buch zum Beispiel. Ich hatte durch eine vorangegangene Empfehlung recht hohe Erwartungen, die aber leider nicht erfüllt werden konnten (Begründung gibt's auf dem Blog). Wer von euch hat es auch gelesen und wie hat es euch gefallen? #schonhalbelf #alleswasichweißüberdieliebe
  • Ein wenig habe ich mich hier ja schon mit euch über den Roman ausgetauscht und nun gibt‘s meine ausführliche Meinung auf dem Blog. 🙋🏼‍♀️ #dasverschwindenderstephaniemailer #joeldicker #schonhalbelf

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