Schreibtisch

Meine Planung für 2017 (Leuchtturm1917 Kalender und Notizbuch)

Freunde der handgeschriebenen Kalender werden das Phänomen kennen: Ab August, wenn die neuen Kalender langsam in den Buchhandlungen und Schreibwarenläden eintrudeln, fange ich an, mir Gedanken zu machen, welchen Kalender ich mir für das nächste Jahr kaufen möchte. Je älter ich werde, desto mehr Termine gibt es, die bereits früh feststehen, sodass ich spätestens ab Oktober des alten Jahres einen neuen Kalender für das Folgejahr benötige, um mir Termine zu notieren.

Da die Themen Kalender und Planung spätestens seit dem Aufkommen des Bullet-Journal-Hypes bzw. der vorigen Filofax-Manie sehr gefragt sind und mein alter Artikel aus dem Januar über meinen Kalender von Leuchtturm1917 für 2016 immer noch oft angeklickt wird, hatte ich die Idee, einen neuen Artikel zu diesem Thema zu verfassen – 2017 steht schließlich so gut wie vor der Tür.

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Die Wahl des Kalenders

Seit Beginn meines Studiums habe mich mich immer mal wieder zwischen Kalendern in A6 (ist für mich das beste Format, um sie überall mit hinzunehmen) von Moleskine und Paperblanks abgewechselt. Hatte ich einen Moleskine, war mir irgendwann nach einem bunteren Design (wobei ich nie die wirklich bunten Modelle hatte, aber dazu gleich) von Paperblanks; hatte ich einen von Paperblanks, war irgendwann wieder der Wunsch nach dem schlichten Aussehen eines Moleskine Kalenders vorhanden. Moleskines hatte ich immer in schlichtem Schwarz*, meine Paperblanks Kalender waren immer im Faux Leder Gold-Design*.

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Vorletztes Jahr (2015) wollte ich nach einem Paperblanks-Jahr wieder zurück zu einem schlichteren Einband und entschied mich erstmals für einen Kalender von Leuchtturm1917, da ich mehrfach gelesen hatte, dass deren Papier besser geeignet für das Schreiben mit Tintenroller oder Füller sei. Der Meinung kann ich mich nach knapp zehn Monaten definitiv anschließen; neben Tintenroller und Füller verträgt das Papier auch den Einsatz von Textmarkern problemlos.

Da ich mit meinem Leuchtturm1917 Kalender so zufrieden bin, habe ich mich auch für das Jahr 2017 wieder für einen Kalender dieser Marke entschieden. Allerdings haben sich seit Beginn des Jahres meine Ansprüche an einen Kalender etwas verändert: Damals (vor einem Jahr) hatte ich noch einen sehr regelmäßigen Tagesablauf mit wenigen Variablen.

Wie ich schon an der ein oder anderen Stelle angedeutet habe, habe ich allerdings in diesem Jahr diese große Konstante geändert und mich selbstständig gemacht – nein, nicht mit diesem Blog, sondern mit einer Social Media Agentur. Dadurch verläuft nahezu fast jeder Tag anders; ich habe viel mehr Termine an unterschiedlichen Orten, muss mehr Fristen einhalten (Steuern usw.), habe Dienstreisen und vieles mehr. Ergo: Ich benötige mehr Platz in meinem Kalender, sodass recht schnell klar war, dass ich ab nächstem Jahr auf einen Tageskalender (ein Tag pro Seite) umsteigen möchte bzw. muss.

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Meine Planung

Wenn ich so darüber nachdenke, verbringe ich tatsächlich einiges an Zeit mit Planung – ich führe drei Kalender. Einmal meinen Leuchtturm1917 Kalender auf Papier, dann meinen privaten Google Kalender und schließlich meinen digitalen beruflichen Kalender, der wiederum an den meiner Geschäftspartnerin gekoppelt ist.

In meinem Leuchtturm1917 Kalender stehen alle privaten Termine und manchmal berufliche. Im digitalen beruflichen Kalender stehen alle Geschäftstermine und Erinnerungen, die den Job betreffen. Aber auch teilweise private Termine, die wichtig für die geschäftliche Planung sind. Im digitalen privaten Kalender stehen vorwiegend Erinnerungen, die ich noch beliebig verschieben und nicht andauernd im handschriftlich geführten Kalender ändern möchte sowie Geburtstage.

Und dann wären da noch die Notizbücher. Dafür gibt es momentan wieder zwei verschiedene – ein privates für To Do’s, die erledigt werden müssen sowie ein berufliches, das ich zu Meetings mitnehme, in dem Kalkulationen stehen und in das ich Notizen während geschäftlichen Telefonaten schreibe.

Das ergibt eine Summe von fünf Organisations-Tools …

Als Kalender für 2017 habe ich mich für den Leuchtturm1917 Kalender A6 in Marine* auf Deutsch in der Tageskalender-Version entschieden. Als berufliches Notizbuch soll das farblich passende Notizbuch Medium A5 in der Hardcover-Version mit gepunkteten Seiten dienen. Besonders gut an letzterem gefallen mir vor allem die große Farbauswahl (17 verschiedene), die gepunkteten Seiten und dass die Seiten durchnummeriert sind.

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Planung 2017

Tja, wie geht’s 2017 weiter?

1. Der berufliche Kalender
An ihm gibt es nichts zu rütteln, da ich diese Termine mit meiner Geschäftspartnerin synchronisieren und leicht verschieben können muss.

2. Der private digitale Kalender
Den möchte ich in Zukunft nur noch für Dinge verwenden, an die ich mich wirklich per Handy erinnern lassen muss und die im handschriftlichen Kalender zu leicht untergehen könnten.

3. Der handschriftliche Kalender
Soll 2017 wirklich die zentrale Rolle für alle Termine bekommen, um alle an einem Platz zu haben.

4. Das berufliche Notizbuch
Ist ebenfalls unersetzbar – gerade beim Mitschreiben während Telefongesprächen, kann ich nicht parallel am Rechner tippen, sondern brauche einen Stift in der Hand.

5. Das private Notizbuch
Möchte ich zumindest noch voll schreiben, bevor ich diese To Do’s zukünftig in meinen neuen Leuchtturm1917 Kalender schreibe. Ziel ist es aber, zumindest dieses Buch auf Dauer zu eliminieren …

Eure Planung

Da ich das Thema spannend finde, würde mich natürlich auch euer Input an dieser Stelle freuen. Mit welchen Tools plant ihr? Welchen handschriftlichen Kalender holt ihr euch für 2017? Wie steht ihr Bullet Journaling gegenüber? Was fällt euch sonst noch dazu ein?

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6 Comments
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31. Oktober 2016
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6 Comments

  • Lucie

    Ich bin gerade über die Instagramseite von Leuchtturm1917 auf dich und diesen post gestoßen und finde es bewundernswert wie du das alles so organisiert bekommst. Dafür Hut ab. Ich persönlich habe zwei Kalender. Einen vordatierten für Termine, die weiter in der Zukunft liegen und ich führe ein Bullet Journal. Mal mehr und mal weniger erfolgreich. Passiert schon mal, dass ich es einen Monat gar nicht nutze. Benutze dafür übrigens auch ein Leuchtturm Notizbuch in A5 mit gepunktetem Papier.
    Ich glaube ich werd auf deinem Blog jetzt öfter mal vorbeischauen und hab dich auch gleich mal bei Instagram abonniert.

    Liebe Grüße
    Lucie

    • schonhalbelf

      Hallo Lucie,
      danke für deinen Kommentar!
      Ach, bewundernswert ist das wirklich nicht, eher Mittel zum Zweck, um nichts zu vergessen. 😉 Bullet Journaling scheint mir für mich zu (zeit)aufwändig, aber das System dahinter finde ich dennoch sehr interessant und schließe es nicht aus, das für mich auch mal auszuprobieren. Wie viel Zeit benötigst du dafür etwa pro Woche?
      Über das Abo und dein Vorhaben, den Blog öfter zu besuchen, freue ich mich natürlich sehr!
      Viele Grüße
      Inga

  • Monatsrückblick Oktober – Sommermädchenswelt

    […] Da sich das Jahr bald dem Ende neigt kommt wie jedes Jahr die Frage nach einem neuen Terminkalender für das Jahr 2017. Ich mache mir da meistens eher wenig Gedanke zu, da es wie fast jedes Jahr entweder ein Kalender von Grafik Werkstadt wird oder einer von Groh. Ich habe mir natürlich schon einen zu gelegt, kenn man ja, im Oktober macht man meistens schon Termine für das neue Jahr aus also braucht man einen. Doch dann kam der Beitrag von Dani, broeselsbücherregal zum Thema Bullet Journal. Seither war das für mich nie ein Thema, denn sind wir mal ehrlich, wenn man das in Google oder bei Pinterest eingibt wird man erschlagen von Ideen und Inspirationen. Aber nach dem Beitrag von Dani dachte ich mir kann doch eigentlich gar nicht so schwer sein. Naja das nimmst dir halt für 2018 vor. Noch traue ich mich nicht recht ran, dafür bin ich in einem weiteren Beitrag zum Thema Handlettering fündig geworden und dafür habe ich keine gute Ausrede gefunden es nicht doch gleich mal selbst auszuprobieren. Ich bin gespannt. Auch Inga, Schon halb elf, macht sich Gedanken zum Thema Terminkalender. […]

  • Mein Leuchtturm1917 Kalender für 2018

    […] gab es einen Artikel zu meinem aktuellen Kalender und meinem bevorzugten Notizbuch, ihr könnt ihn hier nachlesen, wenn ihr […]

  • Lens

    Hey,
    danke für die Rezension! Ich nutze auch schon seit Jahren immer Notizbücher von Leuchtturm1917. Wir kriegen die aber sogar von unserer Firma gestellt – mit unserem Namen drauf, was super lieb ist :):)
    Was ich daran einfach mag, ist, dass es komplett ungeschriebene Notizbücher sind. Dort kann ich all meine Gedanken und Ideen verweigen und irgendwann wieder abrufen, wenn ich sie brauche. Hilft mir unheimnlich im Alltag!

    • schonhalbelf

      Hallo Lens,
      danke zurück für deinen Kommentar!
      Den Mitarbeitern schöne Notizbücher mit Gravur zu schenken finde ich eine sehr nette Geste. Ich könnte auch nicht ohne Notizbücher auskommen; ich sammle zwar auch einige Notizen digital, aber sie niederzuschreiben, funktioniert für mich nach wie vor am allerbesten.
      Viele Grüße!

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  • Meine momentane Lektüre. 😉 Danke für all eure Meinungen unter meinem letzten Post! Ich habe seitdem nicht mehr weitergelesen und denke, die Entscheidung ist damit gefallen. An die Person, die mir eine private Nachricht zur Seitenzahl geschrieben hat: Deine Nachricht war leider plötzlich nicht mehr im Posteingang, bevor ich dir antworten konnte, das tut mir leid. #schonhalbelf #zeitschrift #interior
  • ❌Hilfe❌ Heute brauche ich mal eure Meinungen! Dieser Roman ist ja wahrlich kein unbekannter und ich hatte ihn mir für meinen zweiwöchigen Urlaub aufbewahrt. Tja, nun ist der Urlaub vorbei, ich bin nicht mal bei der Hälfte (ca. S. 450) und weiß seit eineinhalb Wochen nicht, ob ich weiter machen soll damit. Für mehr als 900 Seiten braucht man schon echt gute Gründe. Bislang finde ich es gut, bedrückend, ekelhaft und mäßig spannend. Gut geschrieben natürlich. Aber reicht das, um 500 weitere Seiten dieser Geschichte zu lesen ...? Verpasse ich etwas, wenn ich jetzt aufhöre? Ich brauche mal ganz dringend euer Feedback und eure Ratschläge. Weiter machen oder weglegen? #schonhalbelf #einwenigleben #hanyayanagihara // Unbeauftragte Werbung wg. Markierung & Ortsnennung
  • Er hat etwas Neues geschrieben! Zumindest teilweise, nicht alle Kurzgeschichten aus "Die Wahrheit über das Lügen" sind neu, aber das macht sie nicht weniger lesenswert. Mehr gibt's wie immer auf dem Blog. 🚀 #schonhalbelf #diewahrheitüberdaslügen #benedictwells @diogenesverlag // Unbeauftragte Werbung
  • Eine anstrengende Woche ist vorüber. Wenn ich nicht vorher einschlafe, lese ich heute noch "Die Wahrheit über das Lügen" von Benedict Wells weiter. 🙂 Die erste Kurzgeschichte habe ich gestern schon gelesen und für gut befunden. Habt ihr es schon gelesen? #benedictwells #diewahrheitüberdaslügen #schonhalbelf @diogenes // Unbeauftragte Werbung
  • Eine unheimliche Gestalt auf dem Dorfanger und ein anschließender Mord. Parallel dazu will DAS Drogenkartell schlechthin 80 Kilo Rauschgift über die Grenze zwischen Kanada und den USA transportieren. Mittendrin: Kommissar Gamache. Mehr dazu gibt's auf dem Blog. 🍁 #schonhalbelf #louisepenny #hinterdendreikiefern @kampaverlag // Unbeauftragte Werbung
  • Auf den letzten Drücker habe ich heute einen Krimi aus dem neuen @kampaverlag beendet und rezensiert - findet ihr dann morgen auf dem Blog. 🍁🍂 Bis dahin: Gute Nacht! Das gezeigte Buch ist übrigens nicht besagter Krimi. 🙃 #schonhalbelf #hamburg #krimi

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