Ratgeber

Lagom von Niki Brantmark

Als ich gesehen habe, dass Niki Brantmark, die Autorin des Blogs My Scandinavian Home, ein neues Buch namens Lagom veröffentlichen wird, habe ich es mir direkt notiert. Den gesamten Hygge-„Trend” (ich meine das gleichnamige Buch*, das in diesem Jahr durch die Decke gegangen ist) habe ich irgendwie ignoriert, man kann einfach nicht alles lesen – aber dafür bin ich jetzt in das schwedische Pendant (kann ich schlecht behaupten, wenn ich Hygge nicht gelesen habe, aber ich stelle es mir so vor) von Niki Brantmark eingetaucht und habe mich mit Lagom ein wenig in die skandinavische Lebensweise eingelesen.

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Inhalt kurz zusammengefasst

Die Britin Niki Brantmark, die den sehr erfolgreichen und von mir bereits öfter empfohlenen Blog My Scandinavian Home betreibt, ist vor einigen Jahren der Liebe wegen nach Schweden gezogen. Dort begegneten ihr über die Zeit einige Kuriositäten, aber vor allem viele Details des alltäglichen Lebens, die ihre Aufmerksamkeit weckten – sei es ganz klassisch die Art der Einrichtung oder der Fakt, dass Schweden (natürlich nicht alle, ich verallgemeinere) niemals die Straßenschuhe anbehalten würden, wenn sie bei jemandem zu Besuch sind.

Für Lagom hat Niki Brantmark die gesamte schwedische Lebensweise durchleuchtet und so aufbereitet, dass man sich Stück für Stück in den „Lagom Way of Life” einlesen und inspirieren lassen kann.
Lagom beinhaltet folgende Themenbereiche:

1. Lagom in your Personal Life
In diesem Abschnitt befasst sie sich beispielsweise mit dem Zuhause und gibt Tipps von der Einrichtung über die Wahl der richtigen Glühbirne bis zur Auswahl unkomplizierter Pflanzen und Methoden, um zuhause Ordnung zu halten. Es ist unmöglich, alle Themen aufzulisten, die das Buch enthält, aber gefühlt hat Brantmark an alles gedacht – so gibt sie auch Tipps, wie und wo man am besten gebrauchte Möbel ersteht, wie man am besten schläft, wie man lernt, früher aufzustehen, wie man Erfolg im Leben hat (und was das überhaupt bedeutet) usw.

2. Lagom in Family and Relationships
Wie der Titel schon verrät, dreht sich im zweiten Drittel von Lagom alles um zwischenmenschliche Beziehungen. Die Autorin schreibt hier u. a. über Ehrlichkeit, die Kunst des Zuhörens, das Führen von Beziehungen, Kinder, Weihnachten und Gastfreundlichkeit.

3. Lagom in the wilder World
Der letzte Teil widmet sich dem Umgang mit der Natur, dem Umgang mit Ressourcen, Recycling, Tipps für die effizientere Nutzung von Strom, Wasser und Gas sowie den Umgang mit Nahrungsmitteln und wie man erreichen kann, möglichst wenig von ihnen wegzuschmeißen.

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Wie war Lagom?

Lagom ist ein absolutes Wohlfühlbuch und ideal für Phasen, in denen man Entspannung sucht und gerne lesen möchte, aber nicht die Muße hat, um sich auf einen Roman einzulassen. Es ist übersichtlich in drei große Teilbereiche gegliedert, sehr gut aufbereitet lässt sich einfach super nebenbei lesen. Dabei ist es egal, ob man es von vorne bis hinten liest oder immer mal wieder ein wenig stöbert und von einem Thema zum anderen springt. Teilweise ist es auch als kleines Nachschlagewerk verwendbar, beispielsweise in puncto Lichtstimmung von Glühbirnen etc., in das man immer mal wieder bei Bedarf hineinsehen kann.

Besonders gut hat mir die Gestaltung gefallen: Die Fotos sind perfekt ausgewählt, passen untereinander alle super zusammen und folgen einer klaren visuellen Linie, was ich sehr wichtig finde. Ergänzt werden die Fotos stellenweise durch liebevoll gestaltete Illustrationen im Stil der des Covermotivs.

Lagom ist perfekt für alle, die sich nicht nur für den skandinavischen Einrichtungsstil, sondern auch für eine ausgewogene Lebensweise interessieren und vielleicht noch auf der Suche nach der richtigen Balance in ihrem Leben sind. Durch sein handliches Format und die schöne Gestaltung eignet es sich auf jeden Fall auch super als Mitbringsel bzw. Geschenk.

Kleine Anmerkung: Das Buch ist bisher nicht auf Deutsch erhältlich, ich habe es daher auf Englisch gelesen. Sprachlich ist es sehr einfach gehalten, sodass man die Inhalte auf jeden Fall versteht, wenn man mit englischsprachigen Blogs sonst auch keine Probleme hat.

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Infos zum Buch

Lagom: The Swedish Art of Living a Balanced, Happy Life / Niki Brantmark / Harper Collins / 2017 / 288 Seiten / ISBN: 978-0008260101 / Preis: ca. 9,49 Euro / Jetzt online kaufen* /

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2 Comments
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26. November 2017
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2 Comments

  • Neri

    Skandinavien scheint in vielem ein absoluter Vorreiter zu sein. Obwohl ich mich für Interior interessiere, sind Bücher dazu nicht so meins.

    Neri, Leselaunen

  • Niki

    What a lovely review, thank you so much!

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  • Mal ehrlich: Ab und zu darf‘s auch mal was Seichtes sein. Unrealistisch? Klar. Kitschig? Auf jeden Fall. Aber eben auch einfach wahnsinnig entspannend. Der @piperverlag hat mich mit einem für mich neuen Roman von Nicolas Barreau überrascht, der genau richtig für verregnete stürmische Februartage war (gab es diesen Monat eigentlich einen Tag, an dem KATWARN keine Sturmflutmeldung für Hamburg herausgegeben hat?!). Alle Details zum Roman findet ihr auf meinem Blog. 🥐🥖💌 #schonhalbelf #nicolasbarreau #dieliebesbriefevonmontmartre (Unbeauftragte Werbung)
  • „Mit Schaf oder ohne?“ 🤪 Nina Sahm erzählt in „Tage mit Bumerang“ mit viel Bedacht Annus Geschichte, die durch eine unüberlegte Handlung ihren einzigen echten Freund verliert. Mit Humor, Optimismus und eben einer großen Portion Schaf beschreibt die Autorin, wie die Protagonistin schließlich Schritt für Schritt in ein neues Leben findet und den Weg aus der Krise meistert. Mehr dazu gibt’s wie immer auf dem Blog. #dietagemitbumerang #ninasahm #hanserverlag (Unbeauftragte Werbung)
  • GEOkompakt ist eine Zeitschrift, die ich bisher gar nicht im Blick hatte, bis @alexfluegel auf einen sehr interessanten Artikel („Warum es Eltern heute so schwer haben“) hingewiesen hat. Gesehen, besorgt und bisher nicht enttäuscht worden. Die Ausgabe ist übrigens bei Weitem nicht nur für Eltern interessant, sondern berichtet ganz losgelöst davon über neue psychologische Erkenntnisse in puncto familiäre Beziehungen und Dynamiken. (Unbeauftragte Werbung)
  • Es ist der Abend im Januar 2015, der alles verändert: Jener Samstagabend, an dem Chanel Miller ihre Schwester auf eine Verbindungsparty begleitet, die auf dem Campus der Stanford University stattfindet. Nachdem sie im Laufe der Party die Örtlichkeit verlassen hat, wird sie bewusstlos von Brock Turner, einem Studenten der Universität, vergewaltigt. Zwei zufällig vorbeikommende schwedische Männer werden Zeugen der Tat und halten Turner davon ab, zu fliehen. Doch das Schlimmste ist bereits geschehen. Mehr über Millers Geschichte findet ihr jetzt auf dem Blog. #ichhabeeinennamen #chanelmiller #chanelmillerknowmyname (Unbeauftragte Werbung)
  • In den letzten Monaten ist meine Zeit sehr knapp geworden - ich möchte mich bei allen bedanken, die mir trotzdem die Treue halten! Es kommen auch wieder andere Zeiten und ich lese nach wie vor unglaublich gerne (wenn auch weniger). Momentan übrigens „Ich habe einen Namen“ von Chanel Miller; ein Buch, durch das man nicht mal eben rauscht, sondern dessen Sätze sacken können müssen. Bis ich es beendet habe, findet ihr aktuell meinen Blogpost „Housesitter“ von Andreas Winkelmann an oberster Stelle. #schonhalbelf #ichhabeeinennamen #housesitter
  • Im Juli 2011 erschüttern die Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya Menschen weltweit. Sella fühlt sich in besonderem Maß betroffen, da die Tochter ihrer Nachbarn zu den Todesopfern gehört. Meine Gedanken zu diesem Roman findet ihr jetzt auf dem Blog. #schonhalbelf #vatermutterkim #eivindhofstadevjemo #luftschachtverlag (Unbeauftragte/unbezahlte Werbung)

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