Humor

Hörbuch: Graeme Simsion – Das Rosie-Projekt

Wie ich hier schon einmal geschrieben habe, höre ich fast ebenso gerne Hörbücher, wie ich Bücher lese. Heute habe ich „Das Rosie-Projekt“ beendet.

Inhalt kurz zusammengefasst

Don arbeitet als Genetiker, ist hochintelligent und Autist. Menschliche Beziehungen versucht er rational zu deuten, während er selbst sie völlig irrational findet. Finden möchte er übrigens jetzt, mit 39, auch endlich eine Ehefrau – und so geht er das Ehefrau-Projekt an. Für dieses entwickelt er einen 16-seitigen Fragebogen, mittels dessen er die für ihn ideale Frau finden möchte. Es kommt, wie es kommen muss: Er lernt Rosie kennen, für die er mittels eines Gentests herausfinden soll, wer ihr Vater ist. Als potenzielle Ehefrau ist sie für ihn leider völlig unbrauchbar, das ergibt sein Fragebogen eindeutig. Wenn da dann nicht doch die Irrationalität – ach nein, Romantik nennt man das wohl! – ins Spiel käme …

Wie war’s?

Ich fand es unterhaltsam und gleichzeitig immer wieder skurril-spannend, an Dons Gedankengängen teilzuhaben. Die Geschichte wird mit Leichtigkeit und Witz erzählt, schafft es aber gleichzeitig, sich nicht über die emotionalen „Defizite“ des Protagonisten lustig zu machen. Wer sich mehr für Autismus interessiert und noch intensiver und ernsthafter die Gedanken eines Autisten nachempfinden möchte, dem lege ich hiermit übrigens das großartige Buch Buntschatten und Fledermäuse ans Herz!

Eine kurze Passage aus dem Buch

Ich schob die Waage unter meinen Schreibtisch, die Tür wurde geöffnet und als ich aufsah, stand im Türrahmen eine Frau, die ich nicht kannte. Ich schätzte ihr Alter auf 30 und ihren BMI auf 20. „Professor Tillman?“ Da mein Name an der Tür steht, keine besonders scharfsinnige Frage.

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  • Im Juli 2011 erschüttern die Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya Menschen weltweit. Sella fühlt sich in besonderem Maß betroffen, da die Tochter ihrer Nachbarn zu den Todesopfern gehört. Meine Gedanken zu diesem Roman findet ihr jetzt auf dem Blog. #schonhalbelf #vatermutterkim #eivindhofstadevjemo #luftschachtverlag (Unbeauftragte/unbezahlte Werbung)
  • „Manche Frauen betreten den Kreißsaal im Jahr 2019 und kommen im Jahr 1950 wieder raus.“ - ein Zitat, das nicht aus diesem Roman stammt, den Ausgangspunkt für die Geschichte jedoch ziemlich gut trifft. Alle Details zu „Jesolo“ von Tanja Raich findet ihr auf dem Blog. #schonhalbelf #Jesolo #tanjaraich
  • Wohnen ist meinen Augen eines DER Themen (nicht nur)  meiner Generation. Traurigerweise stellt sich für die meisten gar nicht mehr die Frage, wie sie wohnen möchten, sondern viel mehr, wie und wo sie überhaupt noch wohnen können. Dieser Thematik widmet sich auch Svenja Gräfen in ihrem zweiten Roman „Freiraum“. Ich freue mich, wenn ihr den Blogpost dazu lest! #freiraum #svenjagräfen #ullstein #ullsteinfünf (Unbeauftragte Werbung)
  • Man kann nicht alles mögen. Dieses Buch zum Beispiel. Ich hatte durch eine vorangegangene Empfehlung recht hohe Erwartungen, die aber leider nicht erfüllt werden konnten (Begründung gibt's auf dem Blog). Wer von euch hat es auch gelesen und wie hat es euch gefallen? #schonhalbelf #alleswasichweißüberdieliebe
  • Ein wenig habe ich mich hier ja schon mit euch über den Roman ausgetauscht und nun gibt‘s meine ausführliche Meinung auf dem Blog. 🙋🏼‍♀️ #dasverschwindenderstephaniemailer #joeldicker #schonhalbelf
  • Seite 78 von 293 und ich kann es kaum abwarten, heute Abend weiter zu lesen. Nach „Das Rauschen in unseren Köpfen“ war für mich klar, auch den zweiten Roman von Svenja Gräfen zu lesen. Auch „Freiraum“ handelt von der Liebe, viel mehr aber noch von der Frage, wie, wo und vor allem mit wem wir in Zeiten von Luxussanierungen und Wohnungsknappheit leben möchten. #freiraum #svenjagräfen #schonhalbelf #ullstein (Unbeauftragte Werbung)

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