Rezensionen

Gelesen: Térezia Mora – Das Ungeheuer

„Das Ungeheuer“ von Térezia Moran wurde mir mit einer Leseempfehlung von einer Freundin geliehen.

Inhalt kurz zusammengefasst

Darius Kopps Frau hat sich das Leben genommen, er daraufhin die Kontrolle über sein Leben verloren. Er reist in Floras Heimat Ungarn und lässt sich treiben. Parallel dazu liest er Floras Tagebuch und entdeckt das Leben eines Menschen neu, den er glaubt gekannt zu haben.

Wie war’s?

Bedrückend, aber gut. Die Aufteilung des Texts (die obere Hälfte jeder Seite erzählt den aktuellen Handlungsstrang, auf der unteren Hälfte befinden sich teilweise Floras Tagebucheinträge, manchmal jedoch auch nicht) verlangt eine gewisse Eingewöhnungszeit. Die kozeptionelle Idee dahinter finde ich interessant, aber nicht unbedingt notwendig – man hätte die Tagebucheinträge auch anders einfließen lassen können. Teilweise war mir das Buch zu ausschweifend – gerettet wurde es zwar durch zahlreiche wirklich lesenswerte Passagen, mindestens 30% des Inhalts hätte man aber ohne Qualitätsverluste wegkürzen können.
Insgesamt halte ich es trotzdem für lesenswert, wenn man Zeit & Muse für die über 600 Seiten hat.

Eine kurze Passage aus dem Buch

Stell dir vor, dass, egal wie dein Tag war, ob er gut war oder schlecht, öde oder von guter Aktivität erfüllt oder vielleicht hektisch, vollkommen egal, egal, ob und was du gegessen hast, ob du an der frischen Luft warst oder nicht, ob du geredet hast oder geschwiegen, ferngesehen oder gelesen oder gar nichts, vollkommen, absolut, uneingeschränkt gleichgültig, was du getan und was du gelassen hast, nur eines ist sicher, dass dich jeden einzelnen gottverdammten Tag deines Lebens schreckliche Hoffnungslosigkeit heimsuchen wird, jeden Tag, unendliche Hoffnungslosigkeit.

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  • Im Juli 2011 erschüttern die Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya Menschen weltweit. Sella fühlt sich in besonderem Maß betroffen, da die Tochter ihrer Nachbarn zu den Todesopfern gehört. Meine Gedanken zu diesem Roman findet ihr jetzt auf dem Blog. #schonhalbelf #vatermutterkim #eivindhofstadevjemo #luftschachtverlag (Unbeauftragte/unbezahlte Werbung)
  • „Manche Frauen betreten den Kreißsaal im Jahr 2019 und kommen im Jahr 1950 wieder raus.“ - ein Zitat, das nicht aus diesem Roman stammt, den Ausgangspunkt für die Geschichte jedoch ziemlich gut trifft. Alle Details zu „Jesolo“ von Tanja Raich findet ihr auf dem Blog. #schonhalbelf #Jesolo #tanjaraich
  • Wohnen ist meinen Augen eines DER Themen (nicht nur)  meiner Generation. Traurigerweise stellt sich für die meisten gar nicht mehr die Frage, wie sie wohnen möchten, sondern viel mehr, wie und wo sie überhaupt noch wohnen können. Dieser Thematik widmet sich auch Svenja Gräfen in ihrem zweiten Roman „Freiraum“. Ich freue mich, wenn ihr den Blogpost dazu lest! #freiraum #svenjagräfen #ullstein #ullsteinfünf (Unbeauftragte Werbung)
  • Man kann nicht alles mögen. Dieses Buch zum Beispiel. Ich hatte durch eine vorangegangene Empfehlung recht hohe Erwartungen, die aber leider nicht erfüllt werden konnten (Begründung gibt's auf dem Blog). Wer von euch hat es auch gelesen und wie hat es euch gefallen? #schonhalbelf #alleswasichweißüberdieliebe
  • Ein wenig habe ich mich hier ja schon mit euch über den Roman ausgetauscht und nun gibt‘s meine ausführliche Meinung auf dem Blog. 🙋🏼‍♀️ #dasverschwindenderstephaniemailer #joeldicker #schonhalbelf
  • Seite 78 von 293 und ich kann es kaum abwarten, heute Abend weiter zu lesen. Nach „Das Rauschen in unseren Köpfen“ war für mich klar, auch den zweiten Roman von Svenja Gräfen zu lesen. Auch „Freiraum“ handelt von der Liebe, viel mehr aber noch von der Frage, wie, wo und vor allem mit wem wir in Zeiten von Luxussanierungen und Wohnungsknappheit leben möchten. #freiraum #svenjagräfen #schonhalbelf #ullstein (Unbeauftragte Werbung)

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