Rezensionen

Gelesen: Térezia Mora – Das Ungeheuer

„Das Ungeheuer“ von Térezia Moran wurde mir mit einer Leseempfehlung von einer Freundin geliehen.

Inhalt kurz zusammengefasst

Darius Kopps Frau hat sich das Leben genommen, er daraufhin die Kontrolle über sein Leben verloren. Er reist in Floras Heimat Ungarn und lässt sich treiben. Parallel dazu liest er Floras Tagebuch und entdeckt das Leben eines Menschen neu, den er glaubt gekannt zu haben.

Wie war’s?

Bedrückend, aber gut. Die Aufteilung des Texts (die obere Hälfte jeder Seite erzählt den aktuellen Handlungsstrang, auf der unteren Hälfte befinden sich teilweise Floras Tagebucheinträge, manchmal jedoch auch nicht) verlangt eine gewisse Eingewöhnungszeit. Die kozeptionelle Idee dahinter finde ich interessant, aber nicht unbedingt notwendig – man hätte die Tagebucheinträge auch anders einfließen lassen können. Teilweise war mir das Buch zu ausschweifend – gerettet wurde es zwar durch zahlreiche wirklich lesenswerte Passagen, mindestens 30% des Inhalts hätte man aber ohne Qualitätsverluste wegkürzen können.
Insgesamt halte ich es trotzdem für lesenswert, wenn man Zeit & Muse für die über 600 Seiten hat.

Eine kurze Passage aus dem Buch

Stell dir vor, dass, egal wie dein Tag war, ob er gut war oder schlecht, öde oder von guter Aktivität erfüllt oder vielleicht hektisch, vollkommen egal, egal, ob und was du gegessen hast, ob du an der frischen Luft warst oder nicht, ob du geredet hast oder geschwiegen, ferngesehen oder gelesen oder gar nichts, vollkommen, absolut, uneingeschränkt gleichgültig, was du getan und was du gelassen hast, nur eines ist sicher, dass dich jeden einzelnen gottverdammten Tag deines Lebens schreckliche Hoffnungslosigkeit heimsuchen wird, jeden Tag, unendliche Hoffnungslosigkeit.

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  • Nach Jessica Andrews folgt mit „Der rote Faden“ auf meinem Blog direkt ein weiterer Roman einer jungen britischen Autorin, der mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. Er handelt von einer jungen Frau, die sich zu Beginn des Studiums mit einem Kommilitonen anfreundet und eine innige Beziehung zu ihm herstellt. Alles scheint gut, bis sie auf einem Familienfest von seinem Cousin (danke @the_zuckergoscherl!) vergewaltigt wird. #rosieprice #derrotefaden @rowohltverlag (Unbeauftragte Werbung)
  • Schaurige Überraschungspost! ❤️ Die ersten Kapitel sind bereits sehr viel versprechend, Arne Dahl hat mich noch nie enttäuscht. Habt ihr den neuesten Band der Reihe schon gelesen? #arnedahl #vierdurchvier #krimi @piperverlag (Unbeauftragte Werbung)
  • Ein Debüt, das auf viele weitere Romane ähnlicher Qualität hoffen lässt. 👍🏻 Worum es geht und warum ich es empfehlen kann, könnt ihr auf dem Blog genauer nachlesen. 🙂 #undjetztbinichhier #jessicaandrews #hoffmannundcampe (Unbeauftragte Werbung)
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„Haargenau das Gleiche.”
„Dass du zu gut für mich bist?”
„Ha, ha.” Tom klingt nicht wirklich belustigt.
„Kennst du meine Mutter? Nein, natürlich nicht. Aber das Entscheidende ist: Ich habe „Scheiß drauf.” gesagt und dich trotzdem geheiratet. Wir gegen den Rest der Welt.”
„Zumindest wir gegen deine Mutter. Der Rest der Welt hat mit Freude oder völligem Desinteresse reagiert.”
(Nick Hornby, Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst, Kiepenheuer & Witsch) 
Mehr über Nick Hornbys neuen Roman findet ihr jetzt auf dem Blog. 🙂 #nickhornby #keinerhatgesagtdassduausziehensollst #schonhalbelf (Unbeauftragte Werbung)
  • Als der Golden State Killer seine erste Tat begeht, ist Michelle McNamara noch ein Kind. Jahre später gründet sie als Erwachsene die erfolgreiche Seite TrueCrime Diary, auf der sie ungelöste Kriminalfälle sammelte und mit anderen Interessierten zu lösen versuchte. In „Ich ging in die Dunkelheit“ erzählt sie von ihrer obsessiven Suche nach einem Mann, der mindestens zwölf Morde, 45 Vergewaltigungen und 120 Einbrüche in Kalifornien begangen haben soll. Mehr dazu gibt‘s wie immer auf dem Blog. #ichgingindiedunkelheit #michellemcnamara #truecrime (Unbeauftragte Werbung)
  • Wenn aus einem Versehen Tradition wird. ✌🏻 Danke! #postkartenliebe #postkarten #postkarte

schonhalbelf