Spannung

Du musst mir vertrauen von Sophie McKenzie

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Du musst mir vertrauen von Sophie McKenzie ist einer der Kandidaten, die ein langes ungelesenes Dasein in meinem Buchregal fristen. Vier Jahre ist es her, seit ich den Thriller geschenkt bekommen habe. Meist gibt es für all die ungelesenen Bücher zwei Gründe: zu viele andere Bücher, die neu dazu kommen, zu wenig Zeit. Vor allem wenn ich Urlaub oder aus anderen Gründen mehr Zeit zum Lesen als sonst habe, nehme ich mir gezielt vor, mich um mindestens einen „vergessenen” Kandidaten aus dem Regal zu kümmern – und diesmal war es Du musst mir vertrauen. Übrigens für mich das erste Mal, dass ich ein Buch von Sophie McKenzie gelesen habe.

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Inhalt kurz zusammengefasst

Der Ehebruch ihres Mannes Wills vor einigen Jahren macht Livy noch immer schwer zu schaffen. Neu befeuert werden ihre negativen Gefühle, als sie die Affäre ihres Mannes im Rahmen einer Party beim Chef ihres Mannes zum ersten Mal persönlich kennenlernt. Auch wenn es sich laut ihres Mannes um eine einmalige Sache handelte, ist Livy nach wie vor misstrauisch und verunsichert. Abgelenkt von ihrer eigenen Gefühlswelt ignoriert sie die Anrufe ihrer besten Freundin Julia, die an diesem Abend mehrfach versucht, Livy zu erreichen. Livy hat zwar zunächst Gewissensbisse, misst den Anrufen jedoch keine allzu große Bedeutung bei.

Zudem steht am nächsten Morgen sowieso ein gemeinsames Frühstück mit Livy und ihren Kindern bei Julia auf dem Plan. Doch statt eines reichlich gedeckten Tisches finden die drei Julia tot auf ihrer Couch vor. Aufgrund der Todesumstände und des Abschiedsbriefs, der später aufgefunden wird, sind sich sowohl die Polizei als auch Julias Familie sicher, dass Julia Suizid begangen hat.

Livy hingegen ist anderer Meinung und findet schnell einen Verbündeten, mit dem sie sich auf die Suche nach Julias wahrer Todesursache macht – und sich selbst in tödliche Gefahr begibt.

Wie war Du musst mir vertrauen?

Ich bin ohne große Erwartungen an den Thriller herangegangen (lag’s am Cover?) und habe ihn abends nach Feierabend bei 30°C im Garten gelesen – dafür war er genau richtig. Sophie McKenzie erzählt die Geschichte von Livy, zweifacher Mutter, der in ihrem Leben bereits einiges widerfahren ist: Ihre jüngere Schwester wurde in ihrer Jugend ermordet, ihr Mann Will hat sie vor einigen Jahren mit einer Kollegin betrogen und nun ist auch noch ihre beste Freundin Julia verstorben.

Die gesamte Geschichte über kämpft sie darum, dass der wahre Grund für Julias Tod herausgefunden und anerkannt wird; denn nur sie und Julias Ex-Freund glauben nicht an Selbstmord. Parallel dazu entgleitet Livy ihre Ehe, da der Betrug ihres Mannes noch immer eine zentrale Rolle in der Beziehung spielt. Das Dauerthema erhält neuen Zündstoff, als Will erneut mit der Kollegin auf Geschäftsreise ist und Livy anschließend von der Frau seines Chefs, der ebenfalls an der Reise teilgenommen hat, erfährt, dass Will Livy während der Reise erneut betrogen haben soll.

Insgesamt ein gut konstruierter Thriller mit zwei gleichermaßen spannenden Handlungsebenen, die zusätzlich durch Briefe des Mörders direkt an den Leser intensiviert werden. Wie die meisten Thriller handelt es nicht um ein literarisches Meisterwerk, aber dennoch um eine gelungene Urlaubs- oder Feierabendunterhaltung zum Entspannen und Durch-die-Zeilen-Rasen. Das Ende war mir ein wenig zu fulminant und auf spektakulären Showdown getrimmt, aber ich konnte das Buch dennoch zufrieden zuschlagen und schließe nicht aus, noch einmal etwas von Sophie McKenzie zu lesen.

Infos zu Du musst mir vertrauen

Du musst mir vertrauen / Sophie McKenzie / Übersetzer: Friedrich Pflüger und Ursurla Pesch / Heyne Verlag / 2014 / 464 Seiten / ISBN: 978-3453414488 / Preis: 9,99 Euro / Jetzt online kaufen* /

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  • Im Juli 2011 erschüttern die Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya Menschen weltweit. Sella fühlt sich in besonderem Maß betroffen, da die Tochter ihrer Nachbarn zu den Todesopfern gehört. Meine Gedanken zu diesem Roman findet ihr jetzt auf dem Blog. #schonhalbelf #vatermutterkim #eivindhofstadevjemo #luftschachtverlag (Unbeauftragte/unbezahlte Werbung)
  • „Manche Frauen betreten den Kreißsaal im Jahr 2019 und kommen im Jahr 1950 wieder raus.“ - ein Zitat, das nicht aus diesem Roman stammt, den Ausgangspunkt für die Geschichte jedoch ziemlich gut trifft. Alle Details zu „Jesolo“ von Tanja Raich findet ihr auf dem Blog. #schonhalbelf #Jesolo #tanjaraich
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  • Man kann nicht alles mögen. Dieses Buch zum Beispiel. Ich hatte durch eine vorangegangene Empfehlung recht hohe Erwartungen, die aber leider nicht erfüllt werden konnten (Begründung gibt's auf dem Blog). Wer von euch hat es auch gelesen und wie hat es euch gefallen? #schonhalbelf #alleswasichweißüberdieliebe
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