Spannung

Über meinen Versuch, Sebastian Fitzeks Thriller zu mögen

Sebastian Fitzek ist derzeit einer der erfolgreichsten Schriftsteller Deutschlands  – und bis letzten Dezember hatte ich noch nie ein Buch von ihm gelesen. Da ich dem Spannungs-Genre ja nicht ganz abgeneigt bin und mir Fitzek von vielen Seiten empfohlen wurde, habe ich einen Testlauf gestartet. Mit dabei: Die Therapie, sein erstes Werk aus dem Jahr 2006, sowie der im Jahr 2013 erschienene Thriller Noah.

Sebastian Fitzek

[eltdf_custom_font content_custom_font=”Inhalt kurz zusammengefasst” custom_font_tag=”h4″ font_family=”” font_size=”” line_height=”” font_style=”normal” text_align=”left” font_weight=”” color=”” text_decoration=”none” letter_spacing=””]”Die Therapie” handelt von Viktor Larenz, einem renommierten Psychiater, dessen zwölfjährige Tochter unter rätselhaften Umständen spurlos verwunden ist. Vier Jahre später zieht sich der trauernde Vater in sein Ferienhaus auf einer Insel zurück. Dort erhält er unverhofften Besuch von einer Frau, die unter Wahnvorstellungen leidet und unbedingt mit Larenz über diese sprechen möchte. Je mehr sie ihm von ihren Visionen schildert, desto mehr verwandeln sich die Sitzungen in Verhöre – denn zwischen den Wahnvorstellungen und der Geschichte des Verschwindens seiner Tochter entdeckt Larenz zunehmend Parallelen.

“Noah” ist völlig anders aufgebaut. Während die Gefahr in “Die Therapie” nah und greifbar ist, ist es in “Noah” eine übergeordnete Bedrohung, die die gesamte Weltbevölkerung spürt. Alles beginnt mit einem Mann, der weder weiß, wie er heißt, noch woher er kommt und warum und seit wann er sich überhaupt in Berlin befindet. Die einzigen Menschen, zu denen er zunächst Kontakt hat, nennen in Noah, weil dieser Name auf seine Handinnenfläche tätowiert ist. Auf der Reise nach seiner Identität entdeckt er, dass er selbst der Schlüssel zu einer Verschwörung ist, die eine weltweite Bedrohung darstellt.

[eltdf_custom_font content_custom_font=”Wie war’s?” custom_font_tag=”h4″ font_family=”” font_size=”” line_height=”” font_style=”normal” text_align=”left” font_weight=”” color=”” text_decoration=”none” letter_spacing=””]Eins steht fest: Ich bin kein neuer Fitzek-Fan. Beide waren zweifelsohne spannend, aber es herrschte bei beiden immer eine zu große Distanz zwischen der Erzählung und mir – wer meinen Blog schon länger liest, weiß, dass dieser schwer zu erklärende Faktor für mich einen sehr wichtigen darstellt, wenn ich entscheide, ob mir ein Buch gefallen hat oder nicht.

An “Noah” hat mir gefallen, dass immer wieder moralische Fragestellungen behandelt wurden, die 2016 aktueller denn je geworden sind und über die sich wirklich jeder Gedanken machen sollte. Der Reiz an diesem weltumspannenden Action-Thriller ist, dass sämtliche Fakten wahr und gut recherchiert sind und das Szenario so weit nicht hergeholt ist.

Bei “Die Therapie” haben mich die Story an sich sowie die Erzählweise mehr gereizt – die Spannung war wesentlich subtiler und ging mir mehr unter die Haut.

Dennoch … waren beide einfach nicht die Art Thriller, die mich wirklich in ihren Bann gezogen haben. Wie geht es euch, seid ihr Fitzek-Fans oder ging es euch wie mir? Oder habe ich vielleicht sein bestes Buch überhaupt noch nicht gelesen und sollte ihm noch eine Chance geben? Vielleicht lasse ich mich ja umstimmen.

[eltdf_custom_font content_custom_font=”Infos zu den Büchern” custom_font_tag=”h4″ font_family=”” font_size=”” line_height=”” font_style=”normal” text_align=”left” font_weight=”” color=”” text_decoration=”none” letter_spacing=””]Die Therapie / Sebastian Fitzek / Knaur / 2006 / 336 Seiten / ISBN: 978-3426633090 / Preis: 9,99 Euro /
Noah / Sebastian Fitzek / Bastei Lübbe / 2013 / 558 Seiten / ISBN: 978-3404171675 / Preis: 9,99 Euro /

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