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Leif Randt – Schimmernder Dunst über CobyCounty

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Inhalt kurz zusammengefasst

Der junge Literaturagent Wim Endersson wartet auf den Frühling, in dem jährlich begabte Menschen aller Nationen in seine begehrte Heimatstadt CobyCounty reisen. Doch dieses Jahr ist alles anders: Wims bester Freund verlässt fluchtartig das Paradies auf Erden, Wim selbst durchlebt eine Sinnkrise und am Horizont von CobyCounty kündigt sich ein großes Unglück an.

Wie war’s?

Gut! Für mich eine Mischung aus Philippe Djians Die Frühreifen gepaart mit Szenen aus OC California und Frédéric Beigbeders Neununddreißigneunzig. Leif Randt (Daumen hoch übrigens für seine Autorenbeschreibung: „Leif Randt lebt in Berlin und Maintal-Ost.“) schafft es, eine nahezu mystische Weltuntergangsstimmung zu erzeugen, die sich an einem Ort abspielt, der eigentlich sorgloser kaum sein könnte.

Eine kurze Passage aus dem Buch

Wenn ich als Kind im Auto meiner Eltern auf der Rückbank saß, machte es mich traurig, wenn im Stadtbild neue Plakate auftauchten und dafür alte verschwunden waren. Meine Eltern behaupteten, das sei ein typisch kindlicher Reflex, ein Blick auf die Umwelt, der sich nach klaren Strukturen sehne. Heute fürchte ich, dass ich als Kind bereits Melancholiker war.

schonhalbelf

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