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Buchneuerscheinungen im November 2016

Während ich gerade noch selbst im Thriller-Krimi-Fieber bin (ich lese Simon Becketts neuen Thriller und danach steht bald „Im Wald” an), ist es schon wieder an der Zeit, nach den Buchneuerscheinungen im November 2016 Ausschau zu halten. Welche drei mir besonders aufgefallen sind, könnt ihr jetzt nachlesen.

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1. Geoff Dyer – Aus schierer Wut

Ein Buch, das ich vor Monaten entdeckte und mich seitdem darauf freue, es bald lesen zu können – es hängt sicher auch damit zusammen, dass ich Bücher sehr mag, in denen Schriftsteller und ihre Arbeit eine Rolle spielen. Und wenn es dann noch von Steve Martin als lustigstes Buch, das er jemals gelesen habe angekündigt wird, klingt das nach einem perfekten Buch für den November.

„Ehrfurcht ist die Mutter aller Schreibblockaden. Das bekommt auch Geoff Dyer zu spüren, als er sein nächstes Buch angeht: eine Studie über sein Vorbild D. H. Lawrence, den Schöpfer der ›Lady Chatterley‹. Schon das Notizenmachen will nicht gelingen. Also versucht er es mit einem Roman. Den wollte er ohnehin schreiben. Aber wie soll er das schaffen, wenn er nicht einmal weiß, wo er wohnen will? Vielleicht könnte er mit seiner Freundin in Rom sesshaft werden. Oder aber ein wenig herumreisen. Aber auf der griechischen Insel Alonissos ist es einfach zu ruhig zum Arbeiten. Und auf Sizilien will erst mal seine Abneigung gegen Meeresfrüchte verarbeitet werden …
›Aus schierer Wut‹ ist das Porträt eines Autors in einer Schaffenskrise – klug, sprachmächtig und so komisch, dass es einem vor Lachen die Tränen in die Augen treibt. Gequält, gleichermaßen beschwingt und übellaunig reist Geoff Dyer durch die Welt, erzählt von seiner Unfähigkeit, ein Projekt zu Ende zu führen, geschweige denn eines zu beginnen, und lässt doch wie durch ein Wunder dieses Buch vor unseren Augen entstehen. Über alles und nichts hat noch niemand so scharfsinnig, treffsicher und vergnüglich geschrieben.“ (Quelle)

Aus schierer Wut / Geoff Dyer / Dumont / 2016 / 304 Seiten / ISBN: 978-3-8321-9844-2 / Preis: 24,00 Euro /

2. Gavin Extence – Libellen im Kopf

Ich kenne den den sehr erfolgreichen ersten Roman von Gavin Extence noch nicht, aber dieser hier klingt einfach nach Wohlfühlatmosphäre und einem Herbstnachmittag unter der Wolldecke.

„Alles begann, wie es manchmal eben so ist, mit einem toten Mann. Er war ein Nachbar – niemand, den Abby gut kannte, dennoch: Einen Verstorbenen zu finden, wenn man sich nur gerade eine Dose Tomaten fürs Abendessen ausleihen möchte, ist doch ein bisschen schockierend. Oder sollte es jedenfalls sein. Zu ihrem eigenen Erstaunen ist Abby von dem Ereignis zunächst seltsam ungerührt, aber nach diesem Mittwochabend gerät das fragile Gleichgewicht ihres Lebens immer mehr ins Wanken, und Abby scheint nichts dagegen unternehmen zu können …“ (Quelle)

Libellen im Kopf / Gavin Extence / Limes / 2016 / 352 Seiten / ISBN: 978-3-8090-2634-1 / Preis: 19,99 Euro /

3. Ursula Heinzelmann – Monsieur Vuong

Ich weiß, das ist jetzt ungewöhnlich für schonhalbelf. Aber auch wenn ich bislang noch kein einziges Koch- oder Backbuch vorgestellt habe: Ich mache beides sehr gerne. Außer ich bin schon extrem hungrig, dann koche ich nicht mehr gerne. Bei Monsieur Vuong in Berlin habe ich schon öfter gegessen und ein Buch voller Rezepte des Restaurants zu besitzen und diese nachzukochen, reizt mich sehr – vor allem, weil ich mich derzeit wieder in einer inspirationslosen Phase befinde und mir alle Rezept-Specials zum Thema Herbst nicht helfen, weil mir Kürbis nicht schmeckt.

„In der Alten Schönhauser Straße 46 in Berlin-Mitte gibt es ein Restaurant, das vor vielen Jahren schon zum internationalen Pilgerort geworden ist. Es ist das Restaurant von Monsieur Vuong. Sein Bild hängt an der orangerot leuchtenden Wand. Heute führt sein Sohn Dat das Lokal, vor dem lange Schlangen zur Normalität gehören. Kein Wunder, die Gerichte schmecken himmlisch und sind von einer wohltuenden, unprätentiösen Schlichtheit. Sie sind authentisch, denn Dat Vuong kocht in der Tradition seiner Mutter, kehrt immer wieder an seine Wurzeln, nach Vietnam, zurück. Höchste Zeit, Dat Vuong mit einem Buch zu feiern.
Wer einmal bei Monsieur Vuong gegessen hat, kommt immer wieder. Wer einmal Dat Vuong begegnet ist, möchte die Geschichte kennenlernen, die zu diesem Erfolg geführt hat. Deshalb gibt es jetzt Monsieur Vuong. Das Kochbuch. Mit 40 Rezepten aus der Garküche, für jeden nachkochbar, und einer Fülle von Inspirationen rund um die vietnamesische Tisch- und Lebenskultur.“ (Quelle)

Monsieur Vuong / Ursula Heinzelmann / Suhrkamp / 2016 / 207 Seiten / ISBN: 978-3-518-46756-5 / Preis: 16,00 Euro /

Eure Meinung?

Welches der drei vorgestellten Bücher ist euer Favorit? Oder freut ihr euch vielleicht auf ein ganz anderes? Lasst es mich gerne wissen!

schonhalbelf

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